Und nun die vierte Tour

 mit den Bikes, 

Diesmal zum Rhein:

Koblenz - Boppard - 

Assmannshausen - 

Boppard - Koblenz

 

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Eine Woche nach der letzten Bike-Tour sind wir schon wieder unterwegs  in Richtung Koblenz um dort unseren Rädern "die Sporen zu geben". Und wieder haben wir eine nette Tour vollbracht:

 

 

Koblenz - am Deutschen Eck vorbei an der linken Rheinseite Richtung Süden - vorbei am Kürfürstlichen Schloss - am Hafen über die kleine Brücke - unter der B327 hindurch - unterhalb Schloss Stolzenfels vorbei - durch Rhens - vorbei an Brey mit der gegenüberliegenden Marksburg - weiter an Spay vorbei durch den Bopparder Hamm - Station in Boppard - weiter in Richtung Süden am gegenüberliegenden Kamp-Bornhofen vorbei - durch Bad Salzig - an Hitzenach und Feilen vorbei - unter Burg Rheinfels entlang durch St. Goar - gegenüber der Loreley weiter in südliche Richtung - durch Oberwesel mit kurzer Stadtrundfahrt - weiter in südlicher Richtung nach Bacharach - Schiffspassagen erstanden und dennoch weiter gefahren in südliche Richtung vorbei an der Burgruine Fürstenberg bis Niederheimbach - Wechsel der Rheinseite per Fähre - Weiterfahrt auf der rechten Rheinseite in südl. Richtung durch die Weinberge bis Assmanshausen - Rückfahrt auf dem Rhein mit dem historischen Schaufelraddampfer "Goethe" nach Boppard.

 

 

 

 

 

05. August 2005:

Wieder betreten wir gegen 15Uhr den Kölner Hauptbahnhof und wieder steht bereits ein Zug wie für uns geschaffen fertig zur Abfahrt am Bahnsteig. Wir schwingen uns sofort  -mittlerweile routiniert- in den Regionalexpress Richtung Koblenz. und  setzen uns in den letzten Wagon mit Blick ins "Cockpit". Es ist soviel los, dass wir das Abteil  zeitweise für uns allein haben. 

In Koblenz verlassen wir den Zug. Nachdem wir auch diesmal am Bahnhof in Köln keinen Snack zu uns nehmen konnten, suchen wir auch diesen Freitag wieder das goldene "M" (Mc.Donald`s) auf, wobei ich unsere auf die Schnelle abgestellten Räder nicht aus den Augen lasse. Nach einem Hamburger und einen viel zu heißen Kaffee machen wir uns -fast schon wie gewohnt- auf den Weg zu unserem Contel. Obwohl die genaue Wegführung dorthin noch von der vergangenen Woche auf dem  Display unseres GPS-Gerätes angezeigt wird, nehmen wir diesmal ganz kühn einen anderen Weg. Vorbei am Deutschen Eck erreichen wir nach etwa 15 Minuten und 6 km unser Contel-Hotel.

Herr Schäfer, unser Portier ist heute nicht zugegen. Dennoch vollzieht sich unser Check-In in gewohnt freundlicher und schneller Art. Unser Zimmer liegt direkt neben dem Zimmer, das wir bei unserer ersten Tour hatten.

Nachdem das Zimmer bezogen ist, ziehen wir uns aus/um und gehen alsbald in die Hotel-Sauna. Wieder sind wir völlig allein und genießen Wärme und die Atmosphäre.

Nach mehrmaligem Schwitzen, Abkühlen und Entspannen dinieren wir im Restaurant des Hotels. Das Essen überzeugt uns, es schmeckt sehr gut.

An der Bar nehmen wir noch einen schnellen Drink und verabschieden uns aufs Zimmer, denn morgen steht wieder eine interessante Tour an.

 

06. August 2005

Früh rasseln wieder unsere Handys in gewohnter Weise. Nach der üblichen Morgentoilette gehen wir runter zum Frühstück. Leider ist der Platz, den wir uns gestern beim Abendessen ins Auge gefasst hatten, bereits besetzt. Dennoch findet sich ein Plätzchen, das uns zusagt.

Nach einem schnellen Frühstück checken wir aus und schwingen uns wieder auf unsere beiden "Pain-Makers", wie wir sie gelegentlich nennen.

Unsere Route führt uns heute entgegen gesetzt unserer bisherigen Touren zunächst in nord-östliche Richtung zum Deutschen Eck, das heute deutlich weniger frequentiert ist als am vergangenen Sonntag.

Nach einem kurzen "We were here-Fotoshooting" geht es weiter in südlicher Richtung auf der linken Rheinseite entlang. Wir passieren nach wenigen Metern das Kurfürstliche Schloss. Am Hafen kürzen wir dem Radweg entsprechend der Beschreibung ab und setzen mit Hilfe einer kleinen Brücke nach Oberwerth über, wo wir unsere Fahrt gen Süden fortführen.

Nach wenigen Kilometern Fahrt führt uns der Weg unterhalb von Schloss Stolzenfels vorbei, wo ich es mir nicht verkneifen kann, für ein Foto kurz den rechten Weg zu verlassen und unter der Bahntrasse hindurch zu fahren. Nach einem kurzen Stopp nehme ich das Rennen wieder auf: In der Tat, über viele Kilometer geben wir uns ein Rennen mit dem KD-Dampfer "Stolzenfels". Sie ignoriert jegliche Anlegestelle und gewinnt durch jeden Foto-Stopp, den Anita und ich machen, an Längen. Diese müssen wir dann auf freier Strecke wieder mühsam erkämpfen.

An Rhens, gegenüber der Marksburg vorbei, halten wir nach einigen Kilometern  für einige Fotos an, was die "Stolzenfels" gnadenlos ausnutzt und flott an uns vorüber zieht. Wir wollen / müssen uns geschlagen geben und setzen die Tour in stoischer Ruhe fort.

Nach einer großen Kurve im Bopparder Hamm erreichen wir gegen 11Uhr nach etwa 2,5Stunden Fahrt und 22km Boppard, wo wir für heute ein Zimmer reserviert haben.

Unser Hotel heißt "Rebstock" und befindet sich direkt an der Promenade, wo sich ein Hotel an das andere reiht.

Wir setzen uns auf die Terrasse und trinken eine Tasse Kaffee. Nach einiger Zeit outen wir uns als Gäste und erhalten sofort die Unterlagen für den Check-In.

Da wir unsere Radtour noch fortsetzen wollen, entledigen wir uns einiger Gepäckstücke und beziehen unser Zimmer. Im Gegensatz zu unserem "Contel" fehlen dem Rebstock ein paar Sterne, was sich im Zimmer deutlich abzeichnet: Das Zimmer ist klein, auf der dritten Etage (ohne Aufzug), direkt unter dem Dach und den Rheinblick kann man genießen, wenn man sich weit genug aus dem kleinen Fenster hinauslehnt und gang stark nach links schaut.

Beim Hinaufklettern in die dritte Etage erkenne ich, dass es auch große Zimmer mit Terrasse und einem herrlichen Blick auf den Gevatter Rhein gibt. Meine Nachfrage, ob man unser Zimmer gegen Gebühr "Upgraden" kann wird aufgrund der vollen Belegung verneint.

Eine Internetpräsenz, auf die ich an dieser Stelle verlinken könnte, gibt es nicht. Ich würde sie aber auch nicht verlinken.

Wir setzen unsere Fahrt zügig wieder fort, weiter in Richtung Süden nach Bad Salzig. Unser Ziel ist Bacharach, wo wir auf einem KD-Schiff die Rückreise nach Boppard antreten wollen. 

Nach kurzer Zeit kommen wir an einem netten Hotel mit dem Namen "Das Boot" vorbei. Es ist im Stil eines Bootes gebaut, hat einen netten Biergarten und der Hotelier läuft im Kapitäns-Kostüm herum. Schade, dass wir bereits im Rebstock eingecheckt haben. Dieses Hotel ist deutlich netter und origineller und wir beschließen, dass es uns demnächst beherbergen darf !

Vorbei an einer Vielzahl von Burgen erreichen wir am späten Mittag St. Goar mit dem gegenüber liegenden St. Goarshausen. Hier in St. Goar erfreuen wir uns an der netten Stadt, trinken in einem Cafe` einen Eiskaffee-Loreley und schauen uns begeistert die Auslagen eines  Kuckucks-Uhren-Geschäftes an. Und siehe da: Über uns hängt die größte freihängende Kuckucksuhr der Welt.

Überhaupt orientiert sich dieses Dorf offensichtlich an die überwiegend ausländischen Touristen: An einigen Geschäften gibt es mehr englische denn deutsche Schilder und auch für unsere asiatischen Freunde ist gedacht.

Mit dem Eiskaffee-Loreley im Magen verlassen wir St. Goar und radeln weiter nach Süden in Richtung Loreley, die uns auf der gegenüberliegenden Seite zublinzelt. Faszinierend, wie sich die großen Kähne durch die Flussenge schlängeln.

Nach einigen weiteren Kilometern erreichen wir Oberwesel, das uns so gut gefällt, dass wir eine kleine Schleife hindurch drehen. Der alte VW, der durch das Stadttor fährt, rundet diesen historischen und schönen Eindruck ab.

Im weiteren Verlauf dieser Schleife erwische ich Anita bei einem Glas Wein:

Wir verlassen diesen atmosphärischen Ort, den wir sicherlich nicht das letzte Mal besucht haben, und fahren weiter. Gegen 15Uhr erreichen wir Bacharach, wo wir sofort Karten für uns und unsere Bikes für eine Schifffahrt zurück nach Boppard erstehen. 

Kaum haben wir die Tickets in der Hand kommt uns eine neue Idee in den Sinn: Nachdem wir noch etwas Zeit haben, ,bis uns die "Goethe" hier abholt, entscheiden wir uns spontan, ihr bis zur nächsten Station in Assmanshausen entgegen zu fahren. Laut Plan sind es etwa 12 Kilometer einschl. eines Wechsels der Rheinseite. Sofort schwingen wir uns wieder auf und radeln unserer "Goethe" entgegen. 

In Niederheimbach wechseln wir per Fähre die Rheinseite, was zum Glück recht zügig geht. Mittlerweile liegt uns nun doch die Zeit etwas im Nacken, da wir spätestens um 16.45Uhr in Assmanshausen sein müssen; unsere letzte Möglichkeit der Rückfahrt per Schiff.

Nach wenigen Minuten erreichen wir die andere Seite und fahren weiter in südliche Richtung. Laut unseres Radwanderführers und der hiesigen Beschilderung haben wir nun die Straße unmittelbar neben dem Rhein zu verlassen und müssen etwas abseits der Uferstraße einen "kleinen" Hügel erklimmen. Dieser Hügel erweist sich als ein Weg, der sich unserer Meinung nach durch den Weinberg quält und so schnaufen wir die Anhöhe langsam hoch. Ein entgegenkommendes Auto, das uns nicht passieren lässt, nimmt uns den nötigen Schwung und so erweist sich der Anstieg als kaum machbar. Oben angekommen hängen uns wieder mal die Zungen bis in die Speichen. Mich haut es beim Absteigen auch noch vom Rad hin...

Die Abfahrt hingegen ist etwas, was Spaß macht. Klinsmann würde sagen: "Und Spaß haben!" 

Wir sausen mit Tempo 30 den Weinberg hinab. Mit flatternden Haaren und angelegten Ohren erreichen wir nach kurzer Zeit wieder die Straße am Rheinufer und radeln bis nach Assmannshausen. Unserer Meinung nach war es unnötig, die Uferstraße überhaupt zu verlassen. Aber wenn es der Reiseführer  befiehlt...

In Assmanshausen verweilen wir noch ca. eine halbe Stunde am Anleger, bis wir mit unseren Fahrrädern die "Goethe" betreten dürfen. Obwohl es windet und weht setzen wir uns auf das Oberdeck. Anita bestellt eine Bratwurst und erhält plötzlich jeweils ein komplettes Gericht mit sechs Würstchen. Darauf hätte uns die Bedienung ja ruhig hinweisen können...

In Boppard angekommen ziehen wir  uns in unserem tollen Hotel um fürs Essen, indem wir die Hosen wieder auf Lang umbauen und gehen beim Griechen "um die Ecke" gut essen. Leider gießt es in Strömen und so sind wir trotz des kurzen Weges pitschenass.

Nach diesem Bad beenden wir den Tag alsbald in unserem -wie bereits erwähnt- tollen Hotel.

 

07.08.2005:

Wir erwachen in unserem tollen Hotel und machen uns und unser Gepäck reisefertig. Nach einem kurzen Frühstück checken wir aus. Sogar das Bezahlen per Karte geht überraschend "modern". Dieses Hotel hat sogar statt einer Online-Verbindung noch eine "Ritsch-Ratsch".

Eigentlich wollten wir heute mit den Bikes die gut 20km bis nach Koblenz fahren und von dort den Rückweg per Bahn nach Köln antreten. Aufgrund des momentanen Regens radeln wir jedoch nur bis zum Bopparder (Haupt-)Bahnhof. Kaum auf dem Bahnsteig angekommen reißt der Himmel auf und die Sonne kommt heraus. Wir entscheiden uns mal wieder spontan um und tragen die Bikes sofort wieder runter auf die Straße, um die gut 20km nach Koblenz zu fahren.

Kaum auf der Straße, bestraft uns dieses Vorhaben mit konsequentem Regen, der erst nach einigen Umdrehungen unserer Reifen endet.

In Koblenz erwartet uns der Zug bereits auf dem Gleis. Wir verstauen uns und die Räder im Zug und während Anita hinter den Stadtplänen verschwindet planen wir auf der Rückfahrt schon wieder unsere nächste Tour.

Welche ???

 

Einfach in ein paar Tagen mal wieder auf unsere Homepage schauen !

 

 

Geradelte Kilometer:

05.08.2005:     6,4 km

06.08.2005:  65,5 km

07.08.2005:  23,8 km