Unsere 6. Radtour:

Koblenz - Küppchen - Koblenz

 

 

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Eine Woche nach unserer 100km-Tour haben wir uns wieder auf unsere "Painmakers" gesetzt und einen neue, diesmal anstrengendere Tour, geradelt: 

 

 

19.08.2005 / Weltjugendtag

Da aufgrund des Weltjugendtages ein völlig überfüllter Hauptbahnhof in Köln zu erwarten ist, fahren wir am Morgen bereits mit unseren Rädern ins Büro, vorbei am und über den Pilgerweg.

Abfahrt um 15:00Uhr vom Südbahnhof. Der erste Zug ist so voll, dass wir weder allein noch geschweige mit den Rädern reinkommen. Beim zweiten Zug funktioniert es. Aufgrund der großen Verspätung fährt der Zug nur bis Bonn, weshalb wir dort umsteigen müssen.

In Koblenz stoppen wir wieder kurz am Goldenen "M" (Mc. Donald`s". Wieder lasse ich unsere Räder nicht aus den Augen.

Ankunft in Koblenz, Fahrt in Richtung Hotel. Am Deutschen Eck treffen wir eine italienische Jugendgruppe, die zum Weltjugendtag nach Köln möchte und hier Zwischenstation macht. Eine beeindruckende "Session" am Deutschen Eck.

Ankunft im Hotel "Contel", kurzer Besuch des Biergartens und dann geht es in die Sauna. Nach dem Schwitzen kompensieren wir das Wasserdefizit an der  Hotel-Bar, wo wir -wie der Zufall es so will- die italienische Jugendgruppe vom Deutschen Eck wiedertreffen.

 

 

20.08.2005:

Aufstehen, Morgentoilette und Frühstück. Wir stellen fest, dass die am Wochenende typischen Busladungen an Touristen fehlen und das Frühstück somit in einem anderen Raum und mit wesentlich mehr Atmosphäre stattfindet.

8:35Uhr Abfahrt in Richtung Mosel. Wieder über die Gülser Brücke (diesmal aufgrund unserer gewachsenen Kondition ohne vom Fahrrad abzusteigen) auf die linke Moselseite.

Vorbei an den Weinbergen bis nach Lehmen. Hier unterläuft mir ein folgenschwerer Fehler: Das Hinweisschild "Münstermaifeld 8km" verführt mich dazu, diese Abkürzung einzuschlagen...

Wir bemerken den Fehler: Die ersten 2km des Weges gehen nur bergauf, und zwar stark bergauf. Oben angekommen entdecken wir auf der Gegenseite das Schild, das auf 12% Gefälle hinweist. Warum ist so ein Schild oben und weist auf das Gefälle hin, nicht jedoch unten, um auf eine entsprechende Steigung hinzuweisen???

Nach den ersten Kilometern, die uns wieder unsere Zungen in die Speichen hängen lassen, fahren wir über das Plateau in Richtung Münstermaifeld.

In Münstermaifeld kaufe ich in der Bäckerei für unser geplantes Picknick auf dem Küppchen ein: Kokus-Plätzchen, Capri-Sonne und Gummibärchen.

Von Münstermaifeld aus erreichen wir über Lasserg nach drei Kilometern "unser Küppchen", einen exponierten Platz mit einem beeindruckenden Blick auf die Mosel. Dieser Platz ist wenig bekannt, liegt genau über der Burg Bischofstein und gegenüber von Burgen. Wir kennen diesen Platz seit 1978 und haben ihn schon oft besucht.

Nach einem spartanischen Picknick kehren wir um und werden für unseren schwerlichen Aufstieg belohnt: Mit wehenden Haaren und angelegten Ohren sausen wir mit 25km/h durch unser geliebtes Schrumpftal, vorbei an einer Vielzahl von alten Mühlen. Die Lamas am Rand bestaunen quasi unsere Abfahrt.

Unten in Hatzenport ankommend legen sich die Haare wieder und die Ohren werden ausgeklappt. Wir planen unsere Rückfahrt mit dem Schiff und fahren -leider- weitere 11km flussaufwärts nach Treis-Karden.

Am Anleger wartend begrüßen wir die "Jeverland" der KD. Allerdings kommt uns spontan die Idee, einen Teil der Strecke in Richtung Koblenz doch mit den Bikes zu radeln.

Wir schwingen uns auf und beschließen, ca. 13km nach Alken zu biken und dort erst das Schiff zu betreten.

Vorbei an einem originellen Verkaufsstand für Krüge, Holzmühlen und weiteren Krimskrams erreichen wir Alken. Während ich eine schnelle Currywurst esse, beschließen wir, auch den Rest der Tour mit dem Fahrrad zu meistern. Der Ehrgeiz hat uns !!!

Gegen 19:00Uhr erreichen wir -noch vor der Jeverland- Koblenz und haben damit heute tatsächlich km geschafft. Obwohl 10km weniger als letzte Woche, macht sich der Berg von Lehmen in unseren Beinen bemerkbar. Oder mit den Worten von Jan Ulrich: "Mal schauen, ob die Beine gut sind!" Sie sind es im Moment nicht!

Nach einem kurzen Stopp im Biergarten erobern wir die Sauna, die wir wieder für uns alleine haben.

Und unseren Flüssigkeitsbedarf decken wir wieder an der Bar mit Caipirinha und einem Swimming-Pool.

Völlig erschöpft quälen wir uns in die vierte Etage und schlafen seeeehr schnell ein.

 

 

21.08.2005:

Nach der typischen morgendlichen Zeremonie checken wir aus und fahren gegen 9:00Uhr am Deutschen Eck vorbei zum Hauptbahnhof.

Der bereits auf uns wartende Zug ist voll mit Rädern. Dennoch stellen wir unsere noch hinzu und so ist das Abteil mit 17 Fahrrädern arg überfüllt.

Nach gut einer Stunde erreichen wir den Kölner Hauptbahnhof. Da alle Pilger im Moment auf Marienfelde sind, ist er wie ausgestorben.

Wieder haben wir damit eine tolle Tour beendet. Hier die Statistik:

 

 
Geradelte Kilometer:

19.08.2005:   10,5 km

20.08.2005:   90,9 km

21.08.2005:     5,6 km