blauumrandete Bilder laden ein, angeklickt zu werden!!!

Reif für die Insel

Liegt Hamburg-Mitte 10km vor Cuxhaven mitten in der Nordsee?

Ja!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitten im Wattenmeer vor der Küste Cuxhaven liegt die etwa drei Quadratkilometer große Insel Neuwerk, die in der Tat zu Hamburg-Mitte gehört.

 

 

 

Nachdem wir im Tatort "Tod auf Neuwerk" von Kommissar Stoever auf sie aufmerksam gemacht wurden, besuchten wir Ostern 2004 diese idyllische Abgeschiedenheit:

 

1. Tag / 9.April 2004:

Kleiner Snack zwischendurch 

Gegen zwei Uhr in der Nacht reist uns der Wecker aus allen Träumen. Wir stehen auf, machen uns reisefertig und überprüfen in einer Art Cross-Check, auch ja nichts vergessen zu haben.

Pünktlich um drei Uhr warten wir vor der Tür auf Mike, der uns abholen wird.

3,05Uhr:Wir warten immer noch vor der Tür. Ich rufe ihn  an und erfahre, dass er gleich los fährt. Ist noch nicht so weit., eine wichtige Sitzung hat ihn  aufgehalten. Konnte offensichtlich nicht anrufen.

3,20Uhr: Wir warten immer noch vor der Tür. Michael kommt, wir steigen ein und machen uns auf die lang geplante Tour nach Cuxhaven-Sahlenburg.

Gegen 5:40Uhr erreichen wir in Höhe von Bremen einen Mc.Donald´s. Die Türen sind noch zu, aber der Drive In hat geöffnet.

Kaffee gibt es nicht, weil die Maschine gerade geputzt wird. Dafür gibt es Frühstück, dass es -nach Aussage der Bedienung, sonst um diese Zeit nicht gibt.

Nach Staunen und einem Mc.Croissaint fahren wir weiter Richtung Cuxhaven. Gegen 8Uhr halten wir an einer großen Tankstelle kurz vor Sahlenburg und decken uns mit lebensnotwendigen Utensilien ein: Kaffee, kalte Getränke und Zeitungen.

Um 8.45Uhr erreichen wir die Stelle, von der aus uns unser Wattwagen nach Neuwerk bringen soll.

Fertigmachen zum Abmarsch

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufregung bei Mensch und Pferd

Die Crew von Thomas Fischer, die uns nach Neuwerk trockenen Fußes übersetzen soll, erreicht pünktlich den Treffpunkt.

Wir fragen uns durch nach "unserem" Kutscher. In der gewohnt typischen Ausführlichkeit erhalten wir umfangreiche Informationen darüber, in welche Kutsche wir und unser Gepäck hin soll: "Die da!"

Damit ist alles gesagt, was notwendig ist.

Der Kutscher nimmt unser Gepäck auf. Wir sind drei Personen und haben die übliche Ausstattung für diese Tage: drei große Taschen, zwei Rücksäcke, drei Fototaschen.

Das braucht man eben, um gegen die wichtigsten Unwägbarkeiten gewappmet zu sein. Mit uns steigen noch weitere fünf Fahrgäste ein. Pünktlich gegen 9:45Uhr verlassen wir mit insgesamt neun Personen, eine Unmenge Gepäck und zwei Pferde den Sammelplatz und kutschen Richtung Strand und Wasser, das nicht da ist.

 

Kalter Wind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...besonders in der ersten Reihe

 

 

Wie eine Roll-on von BiFi sind wir eingepackt und eingerollt in eine Wolldecke und unsere Kleidung. Doch trotz Decke, Regenjacke, Weste, Flies, Hemd und Hose zieht es an jeder Ecke, sobald wir auf das Watt fahren. Der Wind pfeift und lässt die 8 Grad Wärme einkalt empfinden. Während Decke, Jacke und Kragen immer höher geschoben werden, ziehen wir die Mützen immer tiefer. Nur die Augen schauen noch raus.Mike, frierend

In der ersten Reihe sitzt neben dem Kutscher ein Pärchen, oben ohne. Ohne dicken Kragen und Kopfbedeckung halten sie wacker durch. Man sieht ihren Gesichtern die Temperatur an, aber ändern können sie im Moment nichts.

 

ANKLICKEN: Herzlich Willkommen

Nach gut einer Stunde ziehen unsere beiden Pferde ihre Last aus dem Watt über den Deich. Wir erreichen unsere Pension "Seeblick" nach nur wenigen hundert Metern.Pension Sonnenschein

Diese Angabe ist relativ: Im Vergleich zur Größe der Insel kann man fast schon von einer Umrundung dieser sprechen.

Auf dem Hof werden wir von unseren Gastgebern per Handschlag und mit Namen begrüßt und sogleich weisen sie uns den Weg in unser Apartment.

Rustikal eingerichtet, zwei Zimmer plus ein Küchen- und Wohnbereich. 

 

"Vorhin war hier noch kein Wasser!"

Nach dem Auspacken entscheiden wir uns für eine kurze Siesta, um den in der vergangenen Nacht zu kurz gekommenen Schlaf ein "stückweit" zu seinem Recht kommen zu lassen.

Nach gut einer Stunde sind wir weitgehend ausgeschlafen. Während Mike weiter schläft machen Anita und ich uns auf den Weg, die Insel zu erkundschaften.

Der Gasthof liegt direkt am Deich und so machen wir uns gegen den Uhrzeigersinn zu einer Deichkronen-Wanderung auf. Das Wasser ist zurückgekehrt und begrüßt uns schimmernd im Gegenlicht. Und da, wo wir vor wenigen Stunden noch mit dem Wattwagen das Watt verlassen haben, steht nun das Wasser. 

Der "Tower" taucht langsam auf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daten zum Leuchtfeuer

(hier anklicken)

 

Gigantisch steht er vor unsIn der Mitte unserer ersten -aber wahrlich nicht letzten- Runde schwenken wir links ab in Richtung des architektonischen sowie kulturellen Höhepunktes der Insel.

 

 

Ottos Laden, gut gefüllt

Am Fuß dieses imposanten Turms, der gleichzeitig das älteste Gebäude Hamburgs ist, tobt das Leben;  zumindest temporär:

Hier liegt Ottos Laden, der sein Geschäft allerdings bereits vor Jahren abgegeben hat. Der Laden bietet die wichtigsten Utensilien für das Überleben auf der Insel, u.a. Süßigkeiten, Getränke, Kekse, Souvenirs usw.

Wem das Trauma Langeweile widerfährt kann hier ein paar "Groschen-Hefte" erstehen. Und Zeitungen? Nein, wofür. Das Leben auf der Insel geht hier auch ohne die weltweiten News seinen Weg.

Im Biergarten, der ein Gärtchen ist, stehen ein paar Tische und geben Gelegenheit, dem einen oder anderen "Snack" zuzuhören und selbigen einzunehmen.

Kurzer Snack bei Otto

Wir stärken uns bei einem heißen Kakao und einen Kaffee für den gleich anstehenden Anstieg im Turm.

In der ersten Etage gibt es für 1 Euro / Person die Eintrittskarten für diesen atemberaubenden und einmaligen Aufstieg. 

Aufstieg

 

Nach 138 Stufen erreichen wir das Neuwerksche Firmament.

 Blick vom Leuchtturm

Ein Rundblick über die unendlichen Weiten von Neuwerk zeigt, dass die Aussage der Neuwerkschen Homepage, die Insel sei klein, gelogen ist.

Neuwerk ist nicht klein, es ist verdammt klein!

 Der Blick verrät uns weiter, dass unser in Amerika infizierte "Wander- und Lauftrieb" wohl vom Neuwerkschen "Limes" gebremst werden wird.

ANKLICKEN: Unser Seeblick in der Ferne

Der Blick ist trotzdem schön: Er reicht auf der einen Seite bis in die Unendlichkeit der zurückkehrenden Nordsee, bis nach Sahlenburg mit all seinen Pensionen und Ferienwohnungen auf der anderen Seite.

In einer anderen Richtung erkennen wir -nachdem wir das Gespräch eines Paares belauscht haben- am Horizont Hunderte von schnell drehenden Ventilatoren. Hier steht eines der größten Windkraftfelder Deutschlands.

Mit einer gewissen Arroganz nehmen wir dies wohlwollend zur Kenntnis, waren wir doch schon am größten Windkraftfeld der Welt in der Nähe von Los Angeles.

Wir erblicken in der Ferne unsere Pension. Überhaupt kann man hier aufgrund der unendlichen Größe der Insel eigentlich alles auf der Insel erblicken.

Wir telefonieren Mike an, damit er aus dem Fenster der Pension schauen kann und wir uns gegenseitig fotografieren können.

Funktioniert nicht: Mike schläft immer noch.

ANKLICKEN: Grafitis schmücken den Abstieg

Nach dem Abstieg führen wir unsere Runde "Rund um Neuwerk" fort. Der Wind pfeift nach wie vor uns ins Gesicht. Dabei können wir uns entscheiden zwischen: Spaziergang innerhalb des Deiches, windgeschützt aber kaum was zu sehen und einem Walk auf dem Deich, mit freier Sicht und viel Wind.

Wir sind hart im Nehmen und entscheiden uns für das letzte.

 

Nach rund drei Stunden des Laufens und Fröstelns erreichen wir unsere Pension. Nach einem kurzen Frischmachen gehen wir runter zum Essen.

Wir sind gespannt, was es gibt. Neuwerk ist bekannt für die vielen und guten Fischspeisen. Das trifft sich hervorragend:

Während Mike fast alles isst, was schwimmt, bin ich etwas pingeliger in der Auswahl. Getoppt wird das von Anita, deren Bereitschaft, sich auf Fischchen einzulassen, sehr gering ist. Die Anzahl verschiedener Fische, die sie mag, kann sie an einer Hand abzählen, dabei steht das unfischigste "Fisch-Stäbchen" ganz oben.

Nach einer delikaten Suppe offeriert man uns: FISCH!

Ein riesiggroßes Stück Lachs schmückt die Teller. Glück gehabt: Das schmeckt uns allen.

Abgerundet wird das Essen noch von einem ganz guten Nachtisch.

Ich mit EspressoAnita und ihr EiergrogMike mit Kaffee

 

 

 

 

 

 

 

Als Nachtisch zum Nachtisch nehmen wir noch Cafe, Espresso und Anita einen Eiergrog, der so gehaltvoll ist, dass Anita ziemlich schnell die Augen verdreht. 

ANKLICKEN: Traumhafter Sonnenuntergang

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, so dass wir uns schnell die Kameraausrüstungen holen und auf dem Deich die Sonne verabschieden.

2. Tag / 10.April 2004

"Oups, jetzt ist es wieder weg!"

Nachdem unser Wecker gegen 7Uhr unangenehm auf sich aufmerksam gemacht hat, frühstücken wir ausführlich in unserer Pension.

Wohlgenährt schnappen wir uns unsere "Gummis" und machen uns mit den Gummistiefeln auf den Weg in Richtung Watt.

Wir wollen dort ins Watt einsteigen, wo wir gestern mit dem Wattwagen rausgekommen sind. Das ist genau am anderen Ende der Insel!

Diese Stelle erreichen wir aufgrund der bereits erwähnten Unendlichkeit der Insel nach wenigen hundert Metern. Anita steht an der selben Stelle wie gestern, aber was jetzt fehlt, ist das Meer!

Wir steigen ein ins Watt und plantschen Meter für Meter Richtung Festland.

Gummistiefelschluckendes Watt

Während der Untergrund an einigen Stellen felsenhart  ist, schlucken andere Stellen fast meine Gummis. 

Touris vor dem Leuchtturm

Viele neue Tagesgäste fahren auf den Wattwagen an uns vorbei und werden unsere Insel gleich touristisch erobern. Was uns tröstet: Wenn wir nachher zurück sind, sind die Touris wieder weg!

 

 

  ANKLICKEN: Impressionen aus dem Watt

Doch trotz Wind, Kälte und Wasser erleben wir die einzigartige Schönheit des Watts:

Rettungskorb inmitten des Watts

Das viele Gucken, Staunen und Fotografieren kostet seinen Preis bzw. Zeit: Unser Ziel, einen der sog. Rettungskörbe hautnah zu betrachten, fällt wortwörtlich "ins Wasser", weil wir zu viel Zeit vertrödelt haben und nicht genau wissen, wann das Wasser zurück kommt.

Anitan und Mike bei der Rückkehr

Somit entscheiden wir uns für den Rückweg.

ANKLICKEN: Bilder aus dem Museum

Kaum an Land besuchen wir das vor wenigen Tagen erst eingeweihte Museum.

Das Museum erinnert mich stark an die sog. Hands-on-Museen, die es in den USA häufig gibt. Wie in einem amerikanischen Visitor-Center in den Nationalparks werden geografische und geologische Besonderheiten informativ und anschaulich Kindern und Erwachsenen nahe gebracht.

Überall kann man Knöpfchen drücken, Schubladen öffnen und Kopfhörer aufsetzen.

Mike mit Kakao

Nach diese geistigen Erfrischung suchen wir Ottos Laden auf, um einen heißen Kakao zu trinken.

Das heutige Abendessen ist gut bürgerlich und nicht für alle begeisternd.

Es gibt Eintopf. Während Anita begeistert ist, beschränken sich Mike und ich auf den Anstandshappen und beschließen, nach dem Abendessen Essen zu gehen.

Herma Koehn

Wenige hundert Meter später erreichen wir das Nachbarlokal, den "Anker".

Anita bestaunt wohlgenährt bei einem guten Kaffee, wie Mike und ich den Eintopf kalorienmäßig kompensieren: Hawai-Toast und Currywurst. Letztgenannte war eine der besten CW, die ich je verspeisen durfte.

Am Nachbartisch entdecken wir die Schauspielerin Herma Koehn, uns bestens bekannt als langjährige Mitglied des Ohrsorg-Ensembles.

Mir fehlt die Traute und Frechheit, sie einfach zu fotografieren, weshalb ich ihr Bild aus dem Internet gemopst habe.

Osterfeuer

Nach einer ebenso schmackhaften wie kalorienreichen Vesper walken wir weiter auf der Deichkrone in Richtung Osterfeuer. 

Das aufgefahrene Equipment nährt den Verdacht, dass es den Insulanern beim Osterfeuer mehr um das Löschen des Durstes als um das Löschen des Feuers geht.

Ganz Neuwerk scheint auf den Beinen zu sein.

Hin- und...

Und während das Feuer auf der einen Seite des Deiches zunehmend heller brennt, verlischt auf der anderen Seite die Sonne in der Ferne....hergerissen

Wieder nimmt ein Tag sein jähes Ende. 

 

3. Tag / 11.April 2004

Schatten im Watt

Nach einem erneuten umfangreichen Frühstück ergreifen wir uns wieder unsere Gummibereifung und steigen an der selben Stelle wie gestern wieder ins Watt. Diesmal laufen wir nicht so weit raus, sondern erfreuen uns im vorderen Bereich an den Eigenheiten des Watts.

In der Ferne erkennen wir mit Schrecken die erneute Invasion der Touris. Mindestens 28 Wagen zählen wir am Horizont. 28 Wagen mal 8 Touris das macht viel Krach für die Insel und guten Umsatz für Ottos Laden.

Natur pur

Wir machen es dem Wasser gleich und ziehen uns zurück aus dem Watt. Stattdessen erkunden wir einen Teil der Insel, den wir noch nicht kennen: Die vorgelagerten Salzwiesen.

Tatsächlich, das gibt es: Man ist zwei Tage auf der Insel und entdeckt noch Neues.

 

Vogel-Paradies

Der Weg führt uns vorbei an Hunderten oder gar Tausenden von wild und laut schreienden Vögeln: Möwen, Raben......

Ich stelle mir vor, sie würden die Energie für das Geschrei für Flügelschläge nutzen: Sie wären elegant fliegende Geschöpfe, die auf ihren Zugwegen kaum pausieren müssten.

Stattdessen schreie sie nur. Sie schreien und schreien, kurzzeitig unterbrochen von kurzem Luftholen.

 

Bake am Strand von Neuwerk

In der Nähe der Bake, die der Schifffahrt bei Tag  als Erkennungszeichen diente, verlassen wir die Wiesen  mit dem lieblichen Geräusch und gehen über die Deichkrone in Richtung Turm und Ottos Laden.

 

Rushhour vor Ottos Laden

 

Wir erreichen Otto und zucken zusammen. Rund zwanzig Wattwagen stehen auf dem Hof und warten darauf, die Invasion wieder zum Festland zu bringen.

Während wir unseren Kaffe und Kakao trinken, verlassen die Wattwagen sukzessiv die Fläche zwischen Turm und Ottos Laden und etwas später auch "unsere" Insel.

Abendstimmung

 

 

Nach diesem Abendessen überlegen wir, evtl. am nächsten Tag eine Wattwagenfahrt nach Schahörn zu buchen. Daher gehen wir zum "Alten Fischerhaus", um dort bei einer Tasse Kaffee und Kakao den Wagen zu reservieren.

Die überaus nette Bedienung weist uns darauf hin, dass der Chef auf dem Feuerwehrball ist und sie "von nix ne Ahnung hat".

ANKLICKEN: Sonnenuntergang

Der Tag beginnt, sich dem Ende zu neigen. Während Anita und Mike an ihren Tassen nuckeln, mache ich mich auf den Weg in die Kälte und fotografiere wieder mal einen Sonnenuntergang, den bisher schönsten.

Das Leuchtfeuer zeigt uns den Weg

Mit den Prospekten über die Wattfahrten gehen wir Richtung Pension Der Leuchtturm weist uns den Weg.

In der Pension lassen wir den Tag allmählich ausklingen.

4.Tag / 12.April 2004

Wassergraben

Wir erwachen und stellen fest:

Sch...... Wetter!

Es regnet, so dass wir froh sind, für heute keine Wattfahrt gebucht zu haben.

Nach dem Frühstück verbringen wir den halben Tag im Apartment.

Nachdem sich das Wetter zunehmend bessert, gehen wir wieder einer unsere Runden, natürlich auch Richtung Ottos Laden.

Mike ruft nach Moni, der Bedienung, und besorgt uns Kakao und Kaffee.

Wir lauschen den anderen Besuchern bei ihren Snacks.

Wir beschließen, im Anker noch einmal eine dieser köstlichen Currywürste zu essen, da wir nicht wissen, was uns heute Abend in der Pension erwartet.

Wir erreichen den Anker und speisen genüsslich unsere CW,  

Abschied vom Tower

Nach einem letzten langen Spaziergang über die Deichkrone landen wir wieder in der Pension und machen Siesta.

Unsere Befürchtungen hinsichtlich des Abendessens waren grundlos: Das heutige Abendessen hat die Qualität des ersten Abends: Es gibt Braten, Klöße und Gemüse "wie bei Muttern".

Nach dieser Henkersmahlzeit geht Mike noch einmal runter, um den Sonnenuntergang zu fotografieren

Der (der Sonnenuntergang) will aber nicht so recht.

Ich nutze die Zeit, um die letzten Aufnahmen unseres Leuchtturmes aus dem Fenster zu machen.

Den restlichen Abend verbringen wir damit, unsere Digi-Videos von USA anzusehen und zu sortieren.
5.Tag / 13. April 2004

Rückfahrt

Unsere Handys läuten früh unseren Abreisetag ein. Nach dem Abschiedsfrühstück packen wir unsere Koffer und Taschen und machen in der Bude "klar Schiff".

Um 11.15Uhr holt uns der Wattwagen ab und fährt uns zurück ans Festland.

Die Fahrt ist ungleich schöner als die Hinfahrt. Es ist kaum Wind und weniger kalt, so dass wir die Mützen ausziehen und die Jacken öffnen können.

"Tschüüüüüß"

Ein älterer Herr neben Anita sitzend berichtet, dass er aus Hamburg (ca. 150km) mit dem Fahrrad angereist ist und auch heute noch Hamburg wieder erreichen will.

Nach gut einer Stunde erreichen wir festen und trockenen Boden unter den Rädern, laden unser Gepäck von Wattwagen in Mikes Wagen und reisen zurück in Richtung Köln, das wir nach knapp fünf Stunden erreichen.

 

Damit endet unser Abenteuer Neuwerk, 

die Insel mit nur etwa 40 Einwohnern, 

auf der man einsam sein kann aber nicht muss,

die zum Spaziergang einlädt,

genauso wie zum Wattwandern,

wo man an Ottos Laden die Ballermann-Atmosphäre genauso erleben kann wie drei hundert Meter entfernt die Natur und Einsamkeit,

wo fast jede Familie ein Gasthof hat,

wahrscheinlich deutlich mehr Pferde als Einwohner leben und

wo jeder jeden kennt.

 

 

 

 

 

 

  Einige abschließende Bemerkungen, Hinweise usw.:  
  Unterkünfte   Gibt es mehr als gedacht. Mehrere Gasthäuser in unterschiedlichster Ausstattung bieten für jede Geldbörse Unterkunft.  
 

Frühstück?

Halbpension? 

Vollpension?

  Wir hatten -mangels Informationen- Halbpension gebucht und fanden das überflüssig. Es gibt viele Gasthöfe, so dass wir zukünftig nur noch Übernachtung und Frühstück buchen. Damit macht man sich auch weitgehend unabhängig von Essenszeiten und kann dann essen, wenn man hungrig ist.  
  Selbstversorger?   Selbstversorgung bedarf der Mitführung von Lebensmitteln. Ottos Laden ist klein und hat den Schwerpunkt Getränke und Süßkram. Das Angebot an Lebensmitteln war -wie wir hörten- früher deutlich besser.  
  Wattwagen oder Schiff?   Neuwerk bietet nach eigener Aussage als einzige Insel der Welt die Wahl, die An- und Abreise mit Wattwagen und der "Flipper" zu kombinieren. Aus organisatorischen Gründen haben wir uns für den Wattwagen entschieden. Dies hängt sicherlich auch von den Tiedenzeiten (Ebbe und Flut) ab. Wichtig: Wattwagen und Flipper legen in Sahlenburg an unterswchiedlichen Stellen ab, so dass bei der Kombination diese unterschiedlichen Orte berücksichtigt werden müssen.

Noch wichtiger: Reservierungen vornehmen!

 
  Parken   Auf Neuwerk gibt es keine Parkprobleme, weil es keine Autos gibt. In Sahlenburg ist das Parken jedoch ein großes Problem. Für Neuwerk-Reisende gibt es in der Nähe der Abfahrtsstelle einen Parkplatz (ca. 1,60Euro/Tag), wo man das Auto während des Aufenthaltes abstellen kann.  
  Man kennt sich und man trifft sich immer wieder   Stimmt: In den wenigen Tagen unseres Trips haben wir immer wieder die selben Leute getroffen, Eingeborene wie Touristen. Man kann sich nicht aus dem Weg gehen.  
  Kommen wir wieder?   Ja, dann aber zu einer anderen Jahreszeit. Der Sommer lädt ein zum Wandern, Sonnen und Baden...