Nochmals mit den Bikes zur Mosel

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Kaum zu glauben:

Nachdem uns die Tour mit den Rädern an die Mosel Anfang Juli 2005 so gut gefallen hat, fahren wir nur zwei Wochen später wieder dort hin. Diesmal verändern wir die Route jedoch leicht:

 

 

21.Juli 2005:

Gegen 16Uhr steigen wir in Köln in den IC432, verstauen unsere Räder wieder in den dafür vorgesehenen Ständern im Wagon 5 und suchen uns unsere reservierten Sitzplätze. Wie der Zufall es so will: Die gleichen Plätze wie vor zwei Wochen !

Nach knapp 1h  erreichen wir Koblenz Dort mühen wir uns, die Fahrräder über das defekte Laufband vom Bahnsteig nach unten in die Halle zu rollen.

Nach einer recht kurzen Fahrt erreichen wir unser Hotel, das Contel-Hotel. Recht bunt sieht es von außen aus. An der Rezeption begrüßt man uns mit vornehmer Zurückhaltung und gestattet uns sogleich, die Räder mit ins Hotel zu nehmen, um sie im Gepäckraum sicher verschlossen unterzubringen.

Wir staunen nicht schlecht, als wir uns mit den Rädern in einem mit Teppich ausgelegten Gepäckraum wieder finden.

Unser Zimmer entpuppt sich als Knüller: Er ist mit ebenso viel Stil wie Geschmack eingerichtet.

Wir trinken und essen im angeschlossenen Biergarten noch etwas und in der stilvollen Bar trinke ich erstmalig einen "Las Vegas". Der Barkeeper ist recht nervös, ist es doch sein erster "Las Vegas", den er zubereitet. Meine Beurteilung, um die er mich bittet, fällt kurz aus: Nachdem es auch mein erster "Vegas" ist kann ich nur sagen: "Ob er richtig ist, weiß ich nicht. Aber er schmeckt gut !"

Nach einem kleinen Rundgang durch das Hotel kommen wir zu dem Schluss: 

Das Contel ist eines der nettesten Hotels, in dem wir je waren!

 

P.S. Was für unsere sparsamen Freunde: Die Flasche Cola kostet auf dem Zimmer 85Cent (!)

 

 

22.Juli 2005:

Wir erwachen gegen 06:30Uhr. Nach der Morgentoilette packen wir unsere wenigen Taschen, checken unten an der Rezeption aus und holen unsere Bikes aus ihrem Zimmer.

Um 8:30Uhr sind wir auf der Piste und radeln Richtung Mosel. In Moselweiß wechseln wir auf die linke Moselseite und fahren in südliche Richtung rechts von der Landstraße und der Bahnlinie vorbei an Lausberg nach Winningen.

Dort passiert dann das, was nicht passieren darf. Anita weicht in der verkehrsberuhigten "Innenstadt" einem entgegenkommenden Auto aus, bleibt am Bordstein hängen und kippt nach rechts zur Seite auf den Boden. Fachleute sagen: "Sie steigt über den Lenker ab!"

Ich erhole mich schnell vom Schreck und eile zu ihr, doch sie steht fast genauso schnell wieder auf, wie sie sich hingelegt hat. Der Schaden ist zum Glück gering: Das Bike ist o.k. (und Anita geht es auch mehr oder weniger gut).

Wir nutzen diesen Break für unser Frühstück in einem Cafe. Nach einem trockenen Hörnchen geht es weiter Richtung Süden unter der gigantischen Autobahnbrücke entlang, die sich über das Moseltal spannt. In Kobern-Gondorf verlieren wir unseren Weg aufgrund einer schlechten Ausschilderung und sind somit gezwungen, statt auf den Bikes zu fahren neben ihnen zu herzugehen und sie an der Mosel entlang zu schieben. 

Nach etwa 1 km finden wir zurück auf "den rechten Weg" und pausieren abermals kurz in Lehmen. Überhaupt kommen wir wesentlich schneller durch als geplant und um nicht schon gegen Mittag am Ziel zu sein, legen wir wiederholt Foto- und Kaffee-Pausen ein. 

Von Lehmen aus gibt es keine separierte Radspur und so teilen wir uns den rot markierten Weg direkt neben der Autospur mit entgegenkommenden Fahrrädern.

Weiter vorbei  an Kattenes (Hinweis: Dieser Ort ist uns beim zigmaligen Durchfahren mit dem Auto noch nie aufgefallen) erreichen wir am späten Vormittag Hatzenport. Hier gibt es  eine traumhafte Straße durch das Schrumpftal. Diese Strecke sind wir zu den Zeiten, als wir noch mit Autos unterwegs waren, viele viele Male gefahren.

Doch heute in der Ära "Bike" sträuben wir uns vor dieser Tour. Noch !

Zwischen Hatzenport und Burg Bischofstein passieren wir gegenüber von Burgen einen riesigen Campingplatz, der sich auf einer Insel befindet.

Anita und ich grinsen über diesen Anblick und denken dabei an unsere bisherigen Camp-Erfahrungen in den USA mit Sites, die so großzügig angelegt sind, dass man den Nachbarn nicht sieht und Campgrounds, die absolut einsam in Mutter Natur versprengt sind. Doch das alles steht momentan auf einer anderen (Internet-)Seite.

Nach einigen weiteren Kilometern erreichen wir Moselkern, eine weitere Möglichkeit in Richtung Burg Eltz abzuzweigen. Unmittelbar an der Abzweigung lassen wir uns erneut an einem kleinen Cafe nieder, werden aber nicht bedient. Zu spät erkennen wir, dass es hier nur eine Selbstbedienung gibt.

Wir haben uns aber schon entschieden, einen kleinen Abstecher in Richtung Burg Eltz zu machen und biken mit unseren Gefährten etwa zwei Kilometer bis zum Parkplatz, wo es das letzte Restaurant vor Burg Eltz gibt.

In Sichtweite unserer Räder setzen wir uns gegen Mittag in die Außengastronomie und essen eine Kleinigkeit, trinken etwas mehr als nur eine Kleinigkeit und schmieden noch größere Pläne:

Wir beabsichtigen an einem der nächsten Wochenenden eine Tour von Koblenz aus in Richtung Burg Eltz und zurück zu machen, natürlich mit einer Fahrt durch das Schrumpfbachtal.

Doch jetzt kehren wir zunächst um und fahren gesättigt wieder zurück auf unsere Hauptroute. Vorbei an Müden und Karden erreichen wir am frühen Nachmittag Pommern. 

Für Ortsunkundige: 

"Nein, wir haben uns nicht völlig verfahren. Pommern liegt an der Mosel!"

Vorbei an der Pommerschen Sonnenuhr, die hoch oben am Weinberg tront, radeln wir weiter nach Klotten. Dort fällt uns erstmalig die Ruine Coraidelstein auf, die sich über Klotten erhebt. Auch dies blieb uns auf unseren bisherigen Auto-Touren verborgen.

Spontan entscheiden wir uns, in Klotten die Moselseite per Fähre zu wechseln, um die Fahrt noch abwechslungsreicher zu gestalten. Nach den letzten 3,5km erreichen wir Cochem, wo wir an der historischen Senfmühle vorbeikommen, die wir uns für morgen früh vornehmen. Nach einem erneuten Seitenwechsel, diesmal jedoch über die Brücke, erreichen wir gegen 16Uhr unser Hotel "Parkhotel von Landenberg". Die Hotelierin erkennt uns und weist uns gleich unser Zimmer.

Nach kurzer Zimmerbegehung und einer Tasse Kaffee auf der Terrasse des Hotels nutzen wir den Luxus des Hotels und gehen in das Schwimmbad und saunen ausgiebig.

Gesäubert, erholt und entspannt fahren wir noch einmal in das Zentrum von Cochem und gehen bei unserem Mexikaner wieder essen.

Nach einem Mahl, von dem wir glauben, dass wir es uns nach über 50km-Fahrradfahren auch verdient haben, spazieren wir durch Cochem, essen ein Eis und fahren Richtung Hotel.

Nachdem es auf dem Rückweg endlich dunkel wird, kann ich auch meine neue Beleuchtung sowie meine GPS-Beleuchtung ausprobieren. Resultat: Alles funktioniert.

Wir planen schon mal vorab unsere nächsten Touren und schlafen alsbald tief und fest ein.

 

 

 

23.Juli 2005:

Nach der üblichen Prozedur der Morgentoilette frühstücken wir gut im Hotel und fahren zum Cochemer Sessellift, wo wir die Berge auf angenehme Art und Weise meistern. Oben angekommen lassen wir uns von einem anderen Touri mit unserer Kamera fotografieren. Eine Aufnahme mit dem Selbstauslöser erweist sich als nicht praktizierbar. Es gibt keine sichere Möglichkeit, die Kamera vernünftig aufzustellen.

Wir kehren auf eine Tasse Kaffee im Cafe` auf der Bergspitze ein und fragen uns, ob wir Geschirr und Cafe` gleich miterworben haben ?!?

Wir verlassen die luftige Höhe und wechseln nach einigen Umdrehungen die Moselseite, um in der Senfmühle einen süßen und leckreren Senf zu erstehen. Man kann dort alle Senfsorten probieren und die Geschmacksnerven sind spätestens nach dem dritten Tiegel gelähmt und nicht mehr in der Lage, die feinen Unterschiede zu erschmecken. Wolfgang Steffens, der Chef der Senfmühle, bedient uns sogar selbst.

Statt die Seite wieder sofort zu wechseln fahren wir noch einmal 3,5km in Richtung Norden um die Seite noch einmal per Fähre nach Klotten zu wechseln.

Wieder auf der linken Moselseite essen wir in Cochem noch ein leckeres Eis und radeln allmählich und langsam in Richtung Bahnhof.

Unser Zug kommt (fast) pünktlich und noch auf dem Weg zurück planen wir schon das nächste Wochenende. Unabhängig non der Tour: Auf jeden Fall wollen wir wieder im "Contel"-Hotel nächtigen !!!

Geradelte Kilometer:

22.07.2005:   6km

23.07.2005:   60km

24.07.2005:  10km