letztes Update: 20.05.2015

Unsere STARS ON 45-Tour im Frühjahr 2015

Stand: 15.05.2015

 

Unsere 45. USA-Tour 

(fast) live geschrieben*

* Die Live-Berichterstattung ist diesmal teilweise daneben gegangen. Selten hatten wir so viele Probleme geeignete Hot-Spots zu finden. Die Best-Western Motels Mc.Caron Inn, Ruby Inn und Thunderbird Lodge waren die Ausnahme, hier funktionierte das WiFi sehr gut. Ansonsten gab es oft große Schwierigkeiten. Die Leitungen waren so langsam, dass die Programme vorzeitig abgeschaaltet haben. Sogar die WiFis bei mehreren Mc.Donald`s haben nicht die übliche Geschwindigkeit oder Zuverlässigkeit gezeigt.

 

 Hier entsteht gerade unser aktueller Reisebericht.

 

Frankfurt - Las Vegas – 

Bryce Canyon - Capitol Reef - 

Monument Valley -  Grand Canyon N.P. -  

Zion N.P. - Death Valley - 

Las Vegas – Frankfurt


 

 

Okay, das mit den "Stars" ist vermutlich übertrieben aber zwei ganz kleine Sternchen machen sich heute trotzdem auf den Weg zu ihrer 45. USA-Tour. Und was es mit dem Titel sonst noch auf sich hat werden alle verstehen, die irgendwann einmal unsere Dia-Show sehen dürfen oder müssen.

 

27.4.2015:
In Köln zuhause aus dem Fenster schauend sehen wir, dass es regnet.
Obwohl in der Nähe des Bahnhofs wohnend entscheiden wir uns für ein Taxi, denn wir der Zug fährt ab Köln-Deutz und Regenjacken haben wir nicht eingeplant.
Der Taxifahrer ist über unser Handgepäck erstaunt und erkundigt sich, ob wir unser anderes Gepäck schon vorausgeschickt haben.
Er staunt nicht schlecht als wir ihm erklären, dass wir nicht mehr haben.
Der Zug verlässt den Bahnhof (fast) pünktlich.


Aufgrund des Streiks in der vergangenen Woche hatten wir parallel zu unserer Zugbuchung auch noch eine Reservierung für den Fernbus, auf die wir jetzt aber verzichten können.
Wir haben uns an einen bestimmten Zug gebunden und die Sitzplatzreservierung war unnötig, zumindest in dieser Klasse, denn der Zug ist gerade mal halb besetzt.

Anreise mit Zug
Im Frankfurter Flughafen kennen wir uns mittlerweile ganz gut aus und so nehmen
wir die Abkürzung zum Sheraton.
Nach zwei Jahren werden wir mal wieder ab Frankfurt  und mit der Condor fliegen statt ab Düsseldorf mit der Lufthansa.
Das Check in im Hotel erfolgt in der üblichen, fast schon an Übertreibung grenzender Höflichkeit.
Mit dem Zimmer haben wir Glück oder der Mitarbeiter an der Rezeption hat es aufgrund unseres Small-Talks oder Clubzugehörigkeit gut gemeint,  denn wir haben ein Eckzimmer, was deutlich größer ist als die Standardzimmer.
Unser erster Weg geht in die Sauna, die völlig leer ist. Die Sauna ist recht großzügig für ein Hotel und letztlich der Grund, weshalb wir das Sheraton dem Hilton im Flughafen vorziehen.

Saunaschuhe
Die Temperaturen zwischen Sauna und kalter Wasserdusche sind heute gewaltig, oder mit Anitas Worten: Erst wirst du gar gekocht und dann folgt die Ice Bucket Challenge.
Einen schnellen Snack gibt es im Clubhouse in Terminal 2 (gem. der aktuellen Reklame von Mc.Donald's)
Und dann bleibt noch ein Rundgang im Flughafen, ein gemütliches Glas Wein und dann endet schon unser erster Tag.
Ausgerechnet jetzt macht die Anzeige in meiner Uhr darauf aufmerksam, dass die Batterien gewechselt werden wollen. Hoffen wir mal, dass unsere Tour reibungslos funktioniert und ich den Notsender in der Uhr nicht (besser noch niemals) benötige.

 

 

28.04.2015
Um 6:30Uhr geht der erste Wecker, um 7:00Uhr der zweite.
Bald schon frühstücken wir im Hotel beim Starbucks und langsam machen wir uns auf den Weg in Richtung Gate. Das Problem bei Condor ist immer noch, dass das Gate erst recht spät bekanntgegeben wird und daher pirschen wir uns langsam in die Richtung, in welcher wir vermuten zu starten.
Mein technisches Equipment macht mich wohl etwas verdächtig und so wird mein Pelicase einer Sprengstoffkontrolle unterzogen. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal darauf verzichten, Case in Case in Tasche zu stecken.

Beim Boarding muss Anita plötzlich ihr Rückflugticket zeigen, offensichtlich machen wir uns verdächtig, dass wir nur mit Handgepäck fliegen, denn wir werden nochmals gefragt ob es richtig ist, dass wir kein Gepäckstück aufgegeben haben.

Ob denn jetzt alles richtig läuft und wir mitfliegen können?

Selbstverständlich!

Die Maschine startet pünktlich.
Flugzeug Anreise
Der Bordservice ist sehr zuvorkommend und die durch das Upgrade reservierten Plätze mit besonders großer Beinfreiheit (auch wenn wir beide nicht gerade besonders groß  sind) am Notausgang sind eine Wohltat.
Während andere ihre Beine in die Sitzreihen zwängen müssen können wir uns gut ausstrecken.
Gut, zu toppen ist das natürlich noch, was unsere Nachbarn in der Dreierreihe in der Mitte machen. Sie haben zu zweit eine Dreierreihe mit großem Sitzabstand. Sie haben, wie wir erfahren, zu zweit drei Plätze gebucht.
Das hat allerdings beim Boarden zu etwas Verwirrung geführt, weil eine Person fehlte.
Eine Stunde vorher als geplant erreichen wir Las Vegas. Mein Standard-Spruch für diese Situation: Der Pilot kannte eine Abkürzung.
Die Stunde Gewinn wird uns wieder bei der Imigration genommen. Wenn wir uns recht entsinnen haben wir hier in Vegas noch nie so lange bei der Imigration verbracht. Aber vielleicht kommt uns das auch nur so vor.
Diesmal  haben wir viel Glück mit unserem Officer bei der Imigration. Er ist ausgesprochen freundlich und erzählt viel. Besonders vom bevorstehenden Boxkampf am Wochenende in Vegas, dem "Fight of the century". Die teuersten Karten liegen bei $100.000. Das ist jetzt kein Witz und auch kein Tippfehler. Wir fragen uns, wo man denn da sitzt: Im Ring ?
Beim Autovermieter haben wir ebenfalls Glück:
Per Mail erhalten wir die Nachricht, dass wir ein rotes sportliches Cabrio haben. Aber was es für ein Wagen ist wissen wir noch nicht. Aufgrund des suboptimalen Dollarstandes haben wir uns darüber verständigt, dass wir diesmal kein Upgrade  nehmen werden, wenn uns der Wagen im weitesten Sinne passt, also ein Mustang oder ein Sebring. Wenn gar zu klein  ist, werden wir mal nach einem Upgrade fragen.
Der Vorteil der Clubkarte von Hertz ist dass man sich an keinen Schalter mehr anzustellen braucht und direkt zu seinem Wagen gehen kann.
Das macht sich jetzt bezahlt, denn einige Mitreisende verlassen den Shuttle fluchtartig um sich möglichst weit vorne in der Warteschlange einzureihen.
Wir behalten nicht grundlos die Ruhe und gehen zielstrebig an den Schlangen vorbei in Richtung unseres Wagens.
Unser Name leuchtet schon auf dem Display in der Wagenhalle und daneben die Platznummer. Am Wagen angekommen kommen wir zu dem Schluss, dass wir die rote Farbe gerne in Kauf nehmen, denn das "sportliche Cabrio" ist wieder mal ein Camaro. Und diesmal ist kein Upgrade notwendig.



Camaro rot

Die Bemerkung, dass wir die rote Farbe in Kauf nehmen, hat seinen Grund: Seit einiger Zeit fotografieren wir in 3D im anaglyphischen Verfahren (rot und cyanfarbene Brille) und hier kommt es bei knallroten Farben bei der späteren Projektion zu unangenehmen Überlagerungen, die das Vergnügen schmälern. Seither achten wir auch bei unserer Kleidung auf die Farbauswahl.
Zurück zum Camaro: Ohne irgendwelche Formalitäten und Wartezeiten rollen wir zur Ausfahrt und erst hier wird innerhalb von Sekunden unser Vertrag gedruckt.
Ein zeitsparendes Verfahren, das wir vermutlich beibehalten werden.
Vom Vermieter aus geht es zum Storage. Die Routine bringt ebenfalls Zeitersparnis und nach weniger als eine Stunde verlassen wir das Gelände schon wieder in Richtung Snack bei Mc.Donald's auf dem Strip.
Gegen 18Uhr sind wir in unserem üblichen Hotel, dem Best Western McCarran Inn in der Nähe des Flughafens. Jetzt heißt es alles an die richtigen Stellen zu verstauen, die Akkus aus dem Storage nachzuladen und dann kommt der Moment, wo uns beiden fast synchron die Augen zufallen. Kein Wunder, schließlich sind wir mittlerweile 25 Stunden auf den Beinen und ich habe wegen des In Seat Entertainments im Flugzeug, für das man übrigens bei Condor seit einiger Zeit extra bezahlt, wenn man ein umfangreicheres Programm wünscht, kaum geschlafen. Und Anita? Sie hat im Flugzeug -wie immer- keine Sekunde die Augen zugemacht.
Nun denn, dann mal ganz schnell "Gute Nacht".


 
29.04.2015: LAS => Bryce Canyon
  Der Jetlag hat uns fest im Griff und um 2 Uhr sind wir wach. Nach langem hin und her machen wir uns um 4 Uhr auf zum Shoppen beim Walmart. Die gefühlte Verkäufer-Kundenrelation liegt bei 3:1.  drei Verkäufer auf jeden von uns.
Wir erwerben die Survival-Grundausstattung: Batterien, Getränke und eine Packung Kekse. Ich entdecke in der Outdoorabteilung sogar ein sehr praktisches stoßfestes Case, in das mein Tablet gut passen würde. An der Mimik von Anita, Lachen und Augen verdrehen, erkenne ich eindeutig, dass ich dieses Case überhaut nicht brauche, zumal sie zielsicher völlig unsinnige Fragen stellt: Wozu brauchst du das? Wann willst du es verwenden? Ist es wirklich praktisch? Passt das Tablet überhaupt rein? Also nehme ich pflichtbewusst Abstand vom Kauf.
Um 6Uhr sitzen wir beim "Besten Frühstück der Welt" was langsam beginnt, nicht nur psychisch das beste zu sein (denn jetzt fängt er Urlaub ja an!") sondern auch in der Realität richtig gut zu werden. Best Western hat aufgerüstet: Es gibt nun auch Obstsalat, Rühreier, Sausage usw. Das einzige, was noch immer nicht das hält, was es verspricht, ist der Orangensaft. Genau wie der Grapefruitsaft von früher schmeckt er etwas bitter und kratzig im Hals. Egal, gehört eben zur Tradition und das heißt: "Weg damit....".
Um 7 Uhr sind wir schon wieder beim Storage. Beim Umpacken gestern Abend haben wir doch noch paar Ausrüstungsgegenstände gefunden, die wir nicht unbedingt dabei haben müssen und weil es noch früh am Tag ist "entsorgen" wir die Tasche vorübergehend im Storage.
Es geht zunächst in Richtung Zion.
Radkappe

Wir haben im Zion auf dem Campground für in zwei Wochen eine Campsite reserviert, parallel dazu aber haben wir geplant, ggf. stattdessen im Thunderbird-Motel in Mount Carmel zu nächtigen, wo es uns letztes Jahr so gut gefallen hat, wenn denn wieder die Raupenplage im Zion herrscht.
Die Raupenplage befällt zunächst die Bäume, dann hangeln sie sich ab und verpuppen sich in allen Ritzen, die sie finden. Und dazu gehört, wie wir vor ein paar Jahren feststellen mussten, sogar die Gestängekanäle von Zelten. Dabei entwickeln sie Stoffe, die das Zelt verätzen und noch schlimmer, die Stoffe stehen im starken Verdacht, gefährliche Allergien auslösen zu können.
Doch der Campground scheint dieses Jahr Raupenfrei zu sein, so dass wir in zwei Wochen sicherlich campen werden.

In Mount Carmel halten wir Einkehr im Golden Hill um zu Mittag zu essen. Hier gibt es ja die weltberühmten Scones, wegen denen wir hier auch einkehren.
Im letzten Jahr konnten wir ja erleben, wie eine asiatische Reisegruppe das Lokal stürmte. Jetzt erleben wir genau das Gegenteil: Eine riesige Reisegruppe  verlässt das Lokal und hinterlässt ein Trümmerfeld. Wir entdecken beim  Betreten einen Kellner, den wir seit zig Jahren kennen, über den wir schon mehrmals berichtet haben und an dessen ersten Arbeitstag wir Gäste waren. Von seiner damaligen Unsicherheit merkt man nichts mehr. Musset ihm damals jeder kleinste Schritt gezeigt werden, hat er jetzt den Laden im Griff. Wir erhalten den letzten Tisch ohne die erwähnten Kriegsschäden und sofort beginnt er damit, das Lokal wieder herzustellen.

Nach der Stärkung geht es weiter in Richtung Bryce Canyon, wo wir gegen 16Uhr ankommen.
Endlich konnten wir mal unsere "Best Western Point" einlösen und so kostet uns das Zimmer hier im Ruby Inn nix. Es ist gut ausgestattet, sogar mit In Room Jacuzzi und der Weg bis zum Hallenbad beträgt vom Zimmer aus aufgerundet etwa 6 Meter. Das Nachbarzimmer hatten wir bereits vor einigen Jahren mal im Winter und damals waren wir damit beschäftigt, im Zimmer unser Zelt zu trocknen, das wir morgens platschnass abbauen mussten.
Nach einer Runde im recht kühlen Hallenbad gehen wir  durch die dem Hotel auf der anderen Straßenseite gegenüberliegenden kleinen Westernstadt. Sie ist ausgestorben, denn wir sind "off season" und der Bär scheint hier erst am kommenden Samstag zu toben, wenn die Saison beginnt.
Westernstadt
Die Tankstelle direkt vor dem Ruby Inn ist abgerissen und im Moment wird der Platz saniert- Offensichtlich wird hier bald ein Radweg  am Ruby Inn vorbeiführen.
Der fast schon obligatorische Rundgang durch den Giftshop ist zwar ein Eldorado für die Augen aber unseren Geschmack trifft die Auslage nicht.
Teller Interessant ist die Fotoabteilung, vielmehr, wie sie sich sukzessiv reduziert hat. Vor zwanzig Jahren gab es hier beachtliche, wenn auch überteuerte Auswahl, an Ware. Teilweise sogar sehr spezielle. Es gab Fotoapparate, Filter, Objektive; es war fast schon ein kleiner aber feiner Fotoladen mitten im Giftshop. Jetzt gibt es noch einen Fotoapparat, drei Stative und eine ganze Reihe von Speicherkarten. In ihnen scheint Goldstaub verarbeitet zu sein, denn anders lassen sich die Preise nicht erklären.
Im Zimmer zurück geht es der Abendbeschäftigung nach: Bericht schreiben, Jacuzzi ausprobieren, Geräte aufladen...ach ja, und ich verpacke das Tablet in den praktischen und stoßsicheren Case, den ich mir auf der weiteren Fahrt im Walmart in Hurricane doch noch gekauft habe ;-)
 

 

 

 

 30.04.2015:
Gegen 5Uhr wachen wir vor unseren Weckern auf und gegen 7:30Uhr checken wir aus, tanken wir den Wagen und fahren los in den Bryce Canyon. Beim Bepacken haben wir festgestellt, dass es gut ist Jacken dabei zu haben. Denn mit etwa drei Grad ist es doch sehr frisch.
 Bryce Canyon Eingangsschild
Wir fahren über den Scenic Drive bis zum letzten Aussichtspunkt und gehen hier ein wenig rum und fotografieren.
In der Sonne ist es angenehm warm, doch ihre Kraft in den letzten Wochen hat noch nicht gereicht, den Schnee komplett schmelzen zu lassen.
Unser Camaro neben dem Schnee am Bryce Canyon

Kleine Schneefelder neben der Straße oder an den Berghängen bilden einen schönen Kontrast zum hell leuchtenden, roten Gestein.

Panorama vom Bryce Canyon





Am General Store halten wir kurz an und essen auf der Veranda eine kleine Tasse Suppe.
Tasse Suppe auf der Veranda
Von hier aus geht es dann am späten Vormittag los in Richtung Capitol Reef. Meine beiden Navis Susan (im Auto eingebaut) und Anita sind sich zwischenzeitlich nicht über die Streckenführung einig. Mir ist bewusst, dass es für mich besser ist, auf Anita statt Susan zu hören und so kommen wir doch recht zügig im Capitol Reef an. Unser erster Weg gilt dem Visitor Center um Anitas Stempel abzuholen, sich nach dem Wetter zu erkundigen und den 18minütigen Film über das Capitol Reef anzusehen. Der Film ist interessant, die Wettervorhersage gut und den Stempel haben wir auch sofort gefunden.
Wir drehen noch eine Runde über den Scenic Drive bevor wir anschließend unser Motel ansteuern.

Rim Rock Inn Motel

Wieder haben wir uns im Rim Rock Inn eingemietet, diesmal für drei Nächte. Und diesmal weist man uns ein Zimmer zur Rückseite zu. Zunächst etwas enttäuscht erkennen wir erst beim Betreten der Rückseite, dass man uns wohl etwas Gutes antun wollte. Das Panorama vom Zimmer oder sogar vom Bett aus ist beeindruckend.
Die Zimmer sind einfach aber sauber. Und der Blick aus dem Fenster entschädigt uns für die etwas karge Ausstattung.

Blick aus dem Fenster unseres Rim-Rock-Inn Motels

Irgendwie hat uns der Jetlag diesmal mehr im Griff als sonst, weshalb es nicht lange dauert, bis wir in den Betten verschwinden.
Ach ja, einfache Ausstattung hin oder her: Die Betten sind gut, besser als die in den letzten Tagen einschließlich Sheraton und Ruby Inn. Sie sind etwas härter und vor allem ohne durchgelegene Kuhlen.

  

01.05.2015

Um 6Uhr wachen wir mal wieder vor den Weckern auf und um 7Uhr sind wir beim Frühstück im Restaurant des Motels.
Das war ursprünglich gar nicht so geplant, denn bei unserer Buchung sind wir nicht davon ausgegangen, dass das Frühstück dabei ist.
Und dann sind wir sprachlos: Der Blick vom Frühstückstisch ist schon sehr beeindruckend und das Frühstück ist für normale amerikanische Motelfrühstücke ungewöhnlich: Standardmäßig gibt es Rühr- oder Spiegeleier, dicke Scheibe Toast nach Wahl, Kartoffeln, Obst sowie Kaffee, Tee oder Apfelsaft.


Wir kämpfen mit der Menge und entschließen uns aufgrund des Ausblicks und der sehr freundlichen und zuvorkommenden Bedienung spontan, heute Abend hier zu essen. Wohlwissend, dass das Preisniveau laut Internet nicht mit Dennys oder ähnlichen Familyrestaurants zu vergleichen ist.
Das Frühstück auf jeden Fall war prima, aber wir sind mal gespannt, "was es mit uns macht", bzw. mit Anita. Essen und anschließend Wandern ist bei ihr eigentlich ein "No Go".
Vom Motel bis zum Parkeingang sind es nur etwa 2 Meilen, wir nächtigen also fast schon im Park.
Vom Eingang bis zum Trailhead, den wir für heute ins Auge gefasst haben,  sind es dann noch mal etwa 10Meilen.
Auf dem heutigen Programm stehen zwei Trails, die mit "moderate" klassifiziert sind und für uns einen hoffentlich angenehmen Start zum Hiken darstellen soll. Schließlich hat die Kondition in der Winterpause vermutlich gelitten.

 


Der erste Trail geht zur Hickman Bridge und ist ein 2,2 Meilen langer Roundtrip mit 122 Meter Aufstieg.
Wir starten gegen 8Uhr, was für uns ziemlich spät ist und dem Frühstück geschuldet ist, das erst um 7Uhr startet.
Trotzdem ist es um diese Zeit noch sehr frisch, das Thermometer zeigt 6Grad an und wir starten noch mit langen Beinen der Ziphose.

 


Doch die Sonne und der erste steile Anstieg lässt uns schon nach einer Viertel Stunde die Hosenbeine und das dicke Wollhemd ablegen.

 


Der Trail ist fast menschenleer. Außer drei jungen Schweizerinnen und einem amerikanischen Vater nebst Sohn begegnen wir niemandem, obwohl der Trail recht beliebt sein soll.
Am Trailhead gab es für 50Cent einen Trailguide und die 17 Stationen, von denen wir drei oder vier übersehen, lässt uns immer wieder kurz pausieren und damit Luft holen. Aber dafür,  dass wir dieses Jahr wegen des schlechten Wetters in Deutschland unsere Fahrradwochenenden mehrmals verschieben mussten und wir gar kein Training hatten, läuft es doch recht gut.


Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir den Arch, der genau genommen eine Bridge ist.  Wir fotografieren ausgiebig. Nachdem die drei Schweizerinnen mit viel Geduld und Akribie vergeblich versuchen, ein Selfie vor der Bridge zu machen greifen wir zu ihrer Freude ein und fotografieren die drei.
Die Bridge hat eine Länge von 40Metern sowie eine Höhe von 37Metern und gehört damit auf keinen Fall zu den ganz großen,  hohen oder langen Bridges und dennoch macht sie eine gute Figur. Um sie in voller Größe aufnehmen zu können und vor allem, dass sie sich mit Hilfe des blauen Himmels gut abhebt, verlassen wir den Trail und gehen ca. 15 Meter etwas hinunter.

Zwar  verlassen wir Trails üblicherweise nicht aber hier auf den paar Quadratmetern unterhalb des Bogens scheint das wohl üblich und akzeptiert zu werden.
Wir vertreten ja nach wie vor die Meinung, dass ein kontrollierter und kanalisierter Tourismus in der Natur weniger und vertretbarere Schäden hinterlässt als einige wenige Hiker, die sich zwar als Naturfreunde bezeichnen, dann aber kreuz und quer durch unberührte Natur stolzieren.
Die Bridge spendet eine Menge kühlenden Schatten und lädt quasi dazu ein, unter ihr für einen Snack zu pausieren. Der Snack entfällt,  denn schlecht vorbereitet haben wir außer Wasser und den Trailguide nichts an wichtigem Equipment dabei, noch nicht mal das Erste-Hilfe-Kit. Das ist uns, glaube ich, noch nie passiert. Nur Kameramäßig sind wir bestens ausgestattet. Ist ja auch  wichtig!


Nach einer knappen Stunde geht es wieder zurück. Das letzte Stück des Trails ist tatsächlich eine Loop, die durch die Bridge führt, bis man dann bald schon wieder auf den Trail gelangt,  über den man such schon hingegangen ist.
Nach 2Stunden und 10Minuten sind wir wieder am Trailhead und damit am Auto.

Statt zu rasten machen wir uns gleich auf zum nächsten Hike, dem Cohab Canyon.

 


Hierzu können wir das Auto stehenlassen und überqueren die U24 und nach etwa 50Meter stoßen wir auf den Trailhead. Von hier aus könnte man zum Cassidy Arch, zur Grand Wash und zum Campground gelangen.


Wir wollen dem Trail nur bis zum Overlook folgen (ca. 2Meilen). Die Trails sind alle mit "moderate" ausgeschildert und trotzdem geht es gleich von der Straße her steil nach oben. Und wieder ist es entweder die Sonne oder die fehlende Kondition oder etwa beides, was uns schnaufen lässt. Aber auch hier kommen wir zu dem Schluss, dass es insgesamt ganz gut läuft und schließlich sind es über 180Meter, die es aufzusteigen gilt.

 


Nach 0.8 Meilen können wir uns entscheiden weiter der Wash zu folgen oder aber rechts zum Overlook abzubiegen. Wir entscheiden uns wie geplant für den Overlook und nach kürzester Zeit wird schon wieder eine Entscheidung von uns verlangt. Wollen wir zum Overlook South oder North? Wir steuern den nördlichen Overlook an und werden nicht enttäuscht. Wir dürfen ein herrliches Panorama erleben, das uns die Richtigkeit unserer Trailentscheidung bestätigt.

Ein  amerikanisches Ehepaar aus San Francisco leistet uns einige Zeit Gesellschaft und im Small Talk tauschen wir unsere bisherigen Capitol Reef - Erfahrungen aus.
Nach einigen Infos und Fotos geht es zurück zum Auto, das wir nach 2Stunden und 20 Minuten wieder erreichen. Zwischenzeitlich hat sich der Parkplatz komplett gefüllt, obwohl wir auf beiden Trails zusammen gerade mal ein bis zwei Handvoll Menschen getroffen haben.

Wir haben nun zwei sehr nette, für uns als etwas anstrengend erlebte Hikes hinter uns.  Ebenso erstaunlich wie erfreulich ist, dass Anita die Hikes trotz des ungewöhnlich großen Frühstück ohne "Flurschäden" überstanden hat,  also ohne jegliche Übelkeit. Seit Jahren hat sie auch unsere anstrengendsten Hikes ohne jegliche Nahrung absolviert und erst anschließend gegessen. Hoffentlich verträgt sie das Essen nun stets.

Wir steuern das alte Schulhaus an der U24 an. Die letzte Klasse wurde dort 1947 beschult und der kleine und einzige Klassenraum, den man durch das Fenster betrachten kann, sieht aus, als seien die Schüler nur mal eben in der Pause.
Der Bollerofen ist der zentrale Gegenstand im Klassenraum und mir drängt sich die Frage auf, wie der Schüler neben dem Ofen sitzend die Hitze auszuhalten vermochte.
Weiter geht es auf den Scenic Drive in die Nähe des historischen Fruita. Auf der Wiese liegend beobachten wir die aufkommenden Wolken,  die zwar imposant sind aber zum Glück keinen Regen bringen. Wir sind uns allerdings einig, dass wir sie besser am Vormittag während unserer Hikes hätten brauchen können.
Die Wiese in der Picknick Area ist fast menschenleer.  Lediglich eine junge Frau sitzt mit ihrem Laptop an einem der Picknicktische und wir sind recht erstaunt über ihr Vertrauen uns gegenüber als sie die Wiese verlässt um auf Toilette zu gehen und uns anspricht, ob wir auf ihr Equipment aufpassen würden.
Offensichtlich machen wir einen vertrauenswürdigen Eindruck oder sie ist "ziemlich daneben".

Es geht zurück ins Motel, wo wir uns um exakt 17:00Uhr, wenn das Restaurant öffnet, zum Dinner einfinden. Der Ausblick hat seit dem Frühstück nichts von der Faszination verloren und die Bedienungen sind äußerst freundlich und zuvorkommend. Die Speisekarte ist zwar nicht allzu umfangreich, bietet aber dennoch für jeden Geschmack etwas. Die Preise sind zwar nicht, wie bereits erwartet, auf dem Niveau von Dennys aber dennoch bezahlbar.  Die preiswertesten Gerichte (Salat) beginnen bei etwa $12 bis $15.
Das Essen ist jetzt kein kulinarisches Highlight, wie einige Gäste im Internet verlautbart hatten, aber dennoch ganz okay. Alle 10 Minuten kommen die Bedienungen an den Tisch und erkundigen sich, ob alles in Ordnung ist oder ob sie noch etwas bringen können. Sind die Gläser weniger als halb gefüllt fällt schon wieder jemand über den Tisch her um sie aufzufüllen.
Auch der Eigentümer des Restaurants geht von Tisch zu Tisch und erkundigt sich nach dem Wohlergehen der Gäste.
Wir sind richtig begeistert, umso mehr als einer der Bedienungen nach dem Verlassen des Restaurants hinterherstürmt.
Nein, weder haben wir das Zahlen vergessen noch das Besteck eingesteckt, lediglich eine unserer Kameras wollte nicht mit uns gehen und ist einfach auf dem Tisch liegengeblieben.
Und  bald schon ist Schlafenszeit.  Zwar ist es erst 19Uhr aber uns fallen schon fast die Augen zu. Das Hiken und der viele Sauerstoff,  insbesondere der, den wir durch das viele Schnaufen beim Wandern zu uns nehmen, macht wohl arg müde. Also dann, gute Nacht!


 

02.05.2015:

Das gleiche Prozedere wie gestern: Aufwachen vor den Weckern (eigentlich brauchen wir gar keine Wecker, aber wehe, wir müssten aus wichtigem Grund pünktlich aufstehen und wir haben dann keine Wecker…)

Aufstehen, Bad, Frühstück (übrigens exakt das gleiche wie gestern) und schon geht  es auf die Piste.

Unser heutiger Hike soll uns zum Cassidy Arch führen, den wir vor vielen Jahren schon mal besucht haben.

Um zum Trailhead zu gelangen befahren wir den Scenic Drive bis zum Abzweiger „Grand Wash“. Das ist eine unpaved Road, die wir aber auch mit unserem Wagen gut befahren können. Bis auf ein oder zwei Schlaglöcher, die wir umfahren müssen, ist die Piste in einem sehr guten Zustand.

Nach zwei Meilen erreichen wir den Trailhead. Stutzig macht uns trotzdem, dass wir die einzigen mit einem normalen PKW sind, alle anderen Fahrzeuge sind SUVs.

Wir rüsten uns auf und diesmal legen wir Wert auf eine etwas bessere Ausstattung. Der Trail wird als anstrengend klassifiziert und so neben wir mehr Wasser mit und auch das Erste-Hilfe-Kit darf diesmal nicht fehlen.

Mit uns kommen weitere Hiker an, wobei die drei Jungs Kletterausrüstungen bei sich tragen und wir vermuten, dass sie sich evtl.am Arch abseilen werden.

Der Weg soll nur 1,7 Meilen lang sein (eine Richtung) aber 205  Meter Aufstieg erfordern. Wir starten gut ausgerüstet. Die ersten 0,3  Meilen führen durch die Wash, bevor uns dann ein Wegweiser aus der Wash in Richtung Cassidy Arch leitet.

Erstaunlich sind die oft verwirrenden Angaben zu den Trails. Auf einem großen Schild lesen wir, dass der Unterschied zwischen hier und dem Arch 950Feet betragen soll, das sind über 300 Meter und die Angabe weicht damit stark von denen in der Trailbeschreibung ab. Wir lassen uns einfach mal überraschen:

Wir verlassen also die Wash. Wir sehen einige wenige Hiker hinter uns, doch die gehen alle die Wash weiter durch, denn das ist auch ein beliebter, und als easy klassifizierter Trail.

Egal ob es nun 200 oder über 300 Meter hoch gehen soll, wir haben den Eindruck, der komplette Aufstieg versteckt sich in den ersten Metern. Zwar schnaufen wir wieder etwas, aber deutlich weniger als gestern und bis jetzt kommt uns der Trail weniger anstrengend vor als die beiden Trails gestern.

Das mag vermutlich am Wetter liegen, denn die Sonne verbirgt sich hinter einer dünnen Wolkenschicht und dämpft somit ihr Temperament merklich.

Dieser Trail im Juli / August und in der prallen Sonne  ist wahrscheinlich richtig happig.

Zunächst also geht es nur steil  nach oben. Nach etwa 15 Minuten erreichen wir das Ende des steilen Aufstiegs und sehen in der Ferne schon den Cassidy Arch.

Von hier aus ist es noch ein gutes Stück, doch der Trail zeigt sich mit einer sehr gemäßigten Steigung harmlos. 

Ich frage mich, warum wir denn bei allen Aufstiegen immer ganz woanders starten müssen als do, wo wir hin wollen. Natürlich ist die Frage nicht wirklich ernst gemeint, denn die Erklärung ist mir schon bekannt. Ein direkter Aufstieg wäre in der Regel viel zu steil und nur etwas für die „Huber Bubn“.

Nach etwa 1,2 Meilen erreichen wir ein weiteres Schild, das uns sagt, dass wir den gut ausgebauten Weg nun verlassen müssen und der Arch nur noch eine halbe Meile entfernt ist.

Der weitere Weg verläuft nun teilweise über nackten Fels und Steinmännchen zeigen uns, wie wir am besten hingelangen.

Und endlich stehen wir vor dem Cassidy Arch. Wir stehen nicht nur davor, wir können ihn sogar betreten. Das geht übrigens völlig gefahrlos, solange man nicht zu nahe an die Kante geht, denn der Arch ist einige Meter breit und wenn man nicht genau wusste, dass er unter einem ist, würde man gar keinen Arch unter sich vermuten.

 

Der  Cassidy Arch hat seinen Namen übrigens von dem Banditen Butch Cassidy, der sich damals hier versteckt haben soll.

Hier oben den Ausblick genießend beobachten wir die drei Jungs, wie sie sich tatsächlich von hier abseilen. Das Seil ist an einem kleinen Baum befestigt, der sich hier zwischen den Felsen herausgequält hat und offensichtlich nur existiert, um den Kletterern Halt zu geben.

Wir verbringen hier gut eine Stunde mit Genießen und Fotografieren. Während der ganzen Zeit treffen wir  außer den abgeseilten Kletterern nur vier Hiker. Es ist also deutlich einsamer als erwartet bzw. befürchtet.

Irgendwann gehen wir dann doch wieder zurück und jetzt kommen uns doch viele Hiker und Kletterer entgegen. Wie bereits gestern festgestellt sind wir für unsere Verhältnisse aufgrund des späten Frühstück recht spät unterwegs, umso mehr erstaunt sind wir, dass die Masse der Hiker erst jetzt ankommt, wo wir schon den ganzen Hike fast hinter uns haben.

Der Rückweg geht völlig entspannt, weil er nach der ersten halben Meile ja nur noch bergab geht.

Unten am Trailhead ankommende staunen wir nicht schlecht. Der Parkplatz ist rappelvoll, einige Wagen stehen schon mangels freier Parkmöglichkeiten auf der Seite der unpaved Road.

Wir fahren zurück über die unpaved Road zur U24 und dort einige Meilen in die östliche Richtung. Wir erinnern uns, dass es hier einen ganz netten Wasserfall gibt, den wir vor einigen Jahren im Winter schon einmal bestaunen konnten. Damals war es fast komplett eingefroren, was ein herrliches Bild ergab.

Heute fließt er zwar erwartungsgemäß, dafür kommen wir nicht heran, weil die ganze Sektion gesperrt ist, aus Sicherheitsgründen. Was die genaue Ursache der Sicherheitsbedenken ist erfahren wir leider nicht, ob möglicher Steinschlag oder ein Abrutschen des Weges Ursache sind, können wir allenfalls spekulieren.

 

Wir fahren zurück, halten noch kurz an den Aussichtspunkten „Goosenecks“ und „Panorama View“ an

270 Grad am Panoramaview Point

und kehren kurz im Motel ein, um ein paar Requisiten für geplante Aufnahmen zu holen, und machen dann ein kurzes Shooting auf der U24.

Nach dem Shooting und dem Tanken geht es dann wieder langsam zurück ins Motel. Unseren ursprünglichen Plan, heute an der Tankstelle ein paar Lebensmittel für unser geliebtes Picknick im Zimmer zu holen haben wir kurzfristig über den Haufen geworfen. Der gestrige Besuch im Restaurant hat doch so einen Eindruck bei uns hinterlassen, dass wir umdisponieren.

Und pünktlich um 5 Uhr sitzen wir schon wieder an unserem Tisch. Übrigens ist es empfehlenswert, bereits früh da zu sein, um einen der beliebten Tische direkt an den Fenstern zu erhaschen.

Anita mache ich schwere Vorwürfe, dass sie mich erst heute darauf aufmerksam macht, dass es auch einen Bluecheese-Burger gibt. Wir haben ihn gestern beide überlesen und nur am Nachbartisch ein Gespräch aufgeschnappt, das es auch Bluecheese gibt.

Langer Rede kurzer Sinn: Während Anita mit einem Salat vorliebnimmt ordere ich selbstverständlich einen Bluecheese-Burger, der  mich nicht enttäuscht. Die Portion ist sehr üppig und der Burger hat eine ordentliche Menge Bluecheese  drauf. Absolut empfehlenswert….wenn man Bluecheese mag.

Anita kämpft mit ihrem grünen Salat, der kein Ende zu nehmen scheint „Gleich fange ich an zu muhen“ kommt ihr zwischen den Salatblättern aus dem Mund. Ich entgegne treffend: „Wenn ich dich nachher im Zimmer kauend auf dem Boden liegend finde weiß ich, dass du gerade wiederkäust“.

Der Service ist wieder genauso freundlich wie gestern, so dass wir zu dem Schluss kommen, dass sich Motel und Restaurant auf jeden Fall gelohnt hat und wir uns einig sind, hier mal wieder hinzufahren.

Ja, und bald schon geht der Tag wieder dem Ende entgegen. Und da es morgen weiter mit Zwischenstopp in Monument Valley zum Grand Canyon geht ist es Zeit, mal kurz inne zu halten und unseren Aufenthalt im Capitol Reef zu betrachten:
Motel und Restaurant finden einen Platz ganz weit oben in unserer nach oben und unten offenen Richterskala“, mal abgesehen von der heutzutage eher einfachen Ausstattung und vom Internet. Das Wi-Fi ist offen, und war am ersten Tag richtig flott. Doch ab dem zweiten Tag war es eine Qual damit zu arbeiten. Entweder war es langsam oder unterbrochen. Aber letztlich fahren wir ja nicht wegen des Internets in den Südwesten der USA.

Das Capitol Reef hat uns sehr gut gefallen. Es ist touristisch noch nicht so erschlossen.  Zu dieser Jahreszeit haben wir sehr viele Senioren auf den einfachen Hikes gesehen, während unsere Trails, zumindest zu unseren Hike-Zeiten, fast menschenleer waren.

Außerdem scheinen die Deutschen diesen Teil des Südwestens noch nicht besetzt zu haben. In den drei Tagen sind uns keinerlei Deutsche aufgefallen resp. die einzigen deutschen Worte, die wir gehört haben, waren unsere eigenen.

Also rundherum ein erfolgreicher Abstecher.

Und jetzt aber „Gute Nacht!“

 

 
 

 

03.05.2015:

Das gleiche Prozedere wie gestern, allerdings geht es diesmal nicht  zu einem Trailhead sondern ins knapp 200 Meilen entfernte Monument Valley.

Das ist diesmal aber nur ein Etappenziel, denn das eigentliche Ziel soll morgen der Grand Canyon sein. Doch etwa 400 Meilen an eine Tag war uns diesmal etwas zu viel und so bietet sich das Monument Valley an. Diesmal werden wir aber nicht in dem View-Motel übernachten, das genau vor zwei Jahren kurz nach der Errichtung unser Ziel war, sondern auf dem neuen View-Campground.

Hier war uns ein Fehler unterlaufen. Das View-Hotel wurde im Dezember 2008 eröffnet. Vielen Dank an Susanne und Daniel, die uns darauf aufmerksam machten.

Kurz zur Erklärung: Das einzigartige aber auch recht teure View-Motel, das einen traumhaften Blick in das Valley mit den drei großen und berühmten Monolithen ermöglicht, wurde vor etwa drei Jahren erbaut. Diesem Motel ist der dortige Campground zum Opfer gefallen. Wir haben dort zwar nie campiert aber er soll, wie man sich erzählt, hervorragend gewesen sein und einen fantastischen Blick auf die Monolithen ermöglicht haben.

Nun das ist Vergangenheit.

Seit diesem Jahr gibt es jetzt einen neuen Campground südlich des Visitor Centers liegt, also direkt neben der Einfahrt, wenn man die Loop  im Monument Valley befahren möchte.

Gegen 14Uhr erreichen wir Monument Valley.

 

 

Der Eintrittspreis, der zu bezahlen ist, ob man nun zum Hotel, zum Campground, in die Loop oder einfach nur zum Gucken möchte, ist auf $20 pro Auto für 1 bis 4 Personen gestiegen. Wir sind doch überrascht. Angefangen haben wir mal mit $3 pro Person über $5 bis letztlich vor zwei Jahren $6

.

Jetzt sind $20 fällig, obwohl wir nur zu zweit sind.

 

 

 

Unser erster Weg führt zum Campground Check In. Wir haben einen Platz vorreserviert ohne aber genau die Campsite bestimmen zu können. Interessant ist auch das Prozedere.

Es steht ausdrücklich drin, dass man nur mit Kreditkarte zahlen kann. Cash isst ausgeschlossen und wer nicht mit Kreditkarte zahlen kann, kann auch nicht einchecken.

Anders hingegen beim Eingang. Hier wiederum ist nur Cash möglich.

Wir verstehen die Logik nicht.

Das Check-Inn-Häuschen ist erwartungsgemäß neu und sehr ordentlich. Nachdem wir Kreditkarte und Picture-ID vorlegen erhalten wir ein Paket mit Infos, die wesentlichen Punkte sind schon, wie so vieles in den USA, mit einem Marker hervorgehoben.

Nun sollen wir das Auto auf dem Parkplatz abstellen, uns eine Campsite aussuchen, dann wieder zu ihr zurückkehren und ihr die Nummer sagen.

So ein Einchecken haben wir noch nicht erlebt.

Wir suchen uns also eine Campsite aus und sind doch etwas geschockt. Der Campground liegt fantastisch auf einem leicht abfallenden Sandhügel, da gibt es nichts zu meckern. Es handelt sich aber bei allen um „Walk-In-Campsites“. Man muss also das ganze Equipment zur Campsite tragen und die schönsten Campsites liegen natürlich am weitesten vom Parkplatz entfernt. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man es weiß.

Die Campsites liegen jedoch seeeehr eng beieinander, wie wir es bisher sonst irgendwo erlebt haben, und mit $21 sind sie auch nicht im unteren Segment.

Im Moment steht nur ein  anderes Zelt auf dem ganzen Platz. Insgesamt gibt es  30 Campsites für Zelte und weitere 32 für Wohnmobile, die stehen allerdings hinter dem Parkplatz auf einer Anhöhe. Dort gibt es auch, im Gegensatz zum Zelt-Areal Picknicktische.

Wir suchen uns also eine uns eine geeignete Campsite, die für unser kleines Zelt durchaus passend ist. Mit dem großen Zelt, das wir diesmal auf Platzgründen und Bequemlichkeit im Storage gelassen haben, hätten wir vermutlich Platzprobleme gehabt.

Anschließend geben wir am Check-Inn-Schalter unsere Platznummer an und beginnen mit dem Aufbau. Der Boden ist aus reinem Sand und das Einschlagen der Heringe ginge vermutlich sogar mit den Händen. Die Kehrseite des weichen Bodens ist, dass die Heringe beim Einschlagen fast verschwinden aber ebenso schnell wieder raus gehen. Also spannen wir das Zelt mit allen zu Verfügung stehenden Seilen ab, um etwas Halt zu geben. Ich bin mir sicher, dass ein sehr starker Wind unser Zelt mitnehmen würde.

Die sanitären Einrichtungen sind natürlich auch neu und gut. Sie sind nur den registrierten Campern vorbehalten, d.h. man benötigt einen Code um sie betreten zu können.  Es gibt sogar Duschen.

 

Nach dem Aufbau saunen wir noch ein wenig im Zelt, während die Kameras vor sich hinklicken, bevor wir dann einen Rundgang durch das Visitor-Center machen und auf der Terrasse mit Blick ins Monument Valley was Kaltes trinken.

 

Langsam zieht sich der Himmel zu und kaum sind wir wieder am Zelt beginnt es leicht, aber kontinuierlich zu regnen. Kurze Regenpausen und  Sonnenschein in homöopathischer Dosis lassen in uns Hoffnung schöpfen….aber vergeblich.

Der Campground füllt sich ebenfalls etwas. Am späten Abend sind ca. 10 Zelte aufgebaut, gut verteilt, so dass die Enge der Campsites gar nicht zum Tragen kommt.

Die aufkommenden Wolken sind Fluch und Segen zugleich. Zwar können wir fantastische Zeitrafferaufnahmen der Wolken machen, dafür entfällt der übliche Sonnenuntergang. Natürlich entfällt er nicht wirklich, aber es hat nichts von dem, was er an anderen Abenden uns schon gezeigt hat.

Der Boden ist ziemlich hart, obwohl es Sandboden ist. Aber die eine oder andere Sandbeule hätten wir wohl doch besser vorher noch beseitigt und so stellen wir uns jetzt auf eine interessante Nacht ein.

Und daher (insbesondere uns selbst): „Gute Nacht!“

 

 
04.05.2015:
Die Nacht war wie befürchtet: Uns beiden schmerzt der Rücken, wir haben wenig geschlafen und uns von einer auf die andere Seite gedreht. Der Sandboden wirkt anders als erwartet: Jede Sandkuhle und jede Sandbeule gehen direkt auf die Knochen.
Das Zelt bauen wir mal wieder in aller Frühe auf, aber ganz leise, um die anderen Camper nicht zu wecken. Doch mit dem Sonnenaufgang kommt in einigen Zelten Leben auf: Viele verlassen ihr Häuschen um das Aufgehen der Sonne mitzuerleben.

Leider zeigt  sich die Sonne nur ganz kurz hinter dem Horizont, bevor sie sogleich wieder hinter den Wolken verschwindet, und von unserer Perspektive aus auch noch direkt hinter einem Monolithen verschwindet. Von daher: Beim nächsten Mal lieber eine Campsite mit einer höheren Nummer wählen. Aber wir werden uns das noch überlegen, ob wir hier nochmals campieren, weniger wegen der aus unserer Sicht ziemlich überzogenen Preisen als vielmehr wegen des Untergrundes.
Unser Weg führt uns heute über Kayenta (Frühstück) und Cameron (Tankstopp) zum Grand Canyon.
Zwischendurch lassen wir das Auto noch waschen; nicht aus Eitelkeit, aber das Monument Valley hat den Wagen so verstaubt, dass wir uns beim Be- und Entladen völlig verschmutzen. Wir haben zwar schön öfters unsere Mietwagen aus diesem Grund in einer Waschbox abgespritzt, aber diesmal haben wir nur eine halbautomatische Anlage. Funktioniert aber auch!

Geplant haben wir diesmal erneut einen Hike below Rim, auch wenn einige Freunde von uns nur den Kopf schütteln und fragen, weshalb wir denn immer wieder hier her kommen.

Die ins Auge gefasste Tour soll uns vom South Kaibab Trail hinunter führen bis zum Tipoff-Point auf dem mittleren Plateau im Canyon. Von hier aus geht es dann über den Tonto-Trail  "relativ eben" bis zu Indian Garden, von wo aus wir dann am nächsten Tag über den Bright Angel Trail nach oben zum Rim gehen.
Für heute haben wir eine Cabin gemietet, wieder einmal eine "Partiell  View and Fireplace", also mit teilweisem Blick in den Canyon und einem offenen Kamin.
Check-In-Time ist eigentlich 16UIhr aber um kurz nach 15Uhr probieren wir schon mal unser Glück und siehe da, unsere Cabin ist bereits bezugsfertig.





Wir sind richtig begeistert: Die Cabin ist größer als unsere bisherigen, der Blick in den Canyon hervorragend, so dass wir rundum zufrieden sind.




Unsere Backpacks für die morgige Tour haben wir ausnahmsweise schon vorhin in der Nähe des Backcountry-Schalters gepackt, als wir uns dort nach dem Wetter für die nächsten Tage erkundigt haben. Das wiederum soll, zu unserer Überraschung ziemlich kalt und nass werden. Mit einer Regenwahrscheinlichkeit von über 50% und Tagestiefsttemperaturen um den Gefrierpunkt auf dem Rim haben wir alles eingepackt, was uns Wärme und Trockenheit spenden könnte: Ponchos, Regenjacken, Fleece und Thermohemden. Das bedeutet natürlich Gewicht, aber immerhin ist die Wasserleitung intakt und somit Wasser auf Indian Garden garantiert. Das bedeutet pro Person nur drei Liter statt sechs Liter Wasser und damit 3 gesparte Kilo.
Da die Backpacks fast fertig gepackt sind hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen und wir können die Cabin und den offenen Kamin wirklich mal genießen.
Wermutstropfen ist, dass unser Canyon Cafe am Market Plaza derzeit renoviert wird, so dass unser traditionelles Abendessen dort ausfallen wird. Stattdessen haben wir im dortigen Supermarkt neben dem Proviant für morgen noch einen kleinen Snack eingekauft, den wir jetzt genüsslich kauen.
Und dann geht es schon ins Bett, mit dem Blick in den Canyon, dem heute aber leider kein toller Sonnenuntergang gegönnt ist.

So, nun aber schnell schlafen, gute Nacht !


 05.05.2015
Es geht also wieder los in den Canyon. Abweichend von unserer sonstigen Angewohnheit bzw. unserem Prinzip des frühen Starts, entscheiden wir uns heute für ein späteres Losgehen.
Unsere Cabin ist 20 Meter vom Bright  Angel Trailhead entfernt, wo wir morgen rauskommen werden. Der Trailhead, über den wir starten wollen, ist allerdings einige Meilen entfernt. Von hier aus fahren morgens drei spezielle "Hiker-Shuttle" zum South Kaibab Trailhead, um 5 Uhr, 6Uhr und 7Uhr.
Während wir sonst stets den frühesten Shuttle nehmen wollen wir heute aufgrund der eisigen Kälte lieber den dritten nehmen.

Backpacks

Doch zunächst checken wir aus und vertreiben uns die Zeit in der Lobby. Mit unseres Backpacks fallen wir offensichtlich auf, denn wir werden von einigen Amerikanern angesprochen bzw. man wünscht uns einen tollen Hike. Man könnte sich ja die Daypacks mit leichter Verpackungsfolie füllen und dann hier stundenlang  auf und ab gehen; die Bewunderung und Anteilnahme wäre einem gewiss.
Wir sind ja nicht nur immer sehr früh unterwegs sondern oftmals auch zu früh und so stehen wir wieder mal viel zu früh am Trailhead. Bei der Kälte und dem Wind gehen wir daher lieber nochmals in die warme Lobby bis wir dann endlich pünktlich um 7Uhr vom Shuttle abgeholt werden.
Bis auf zwei weitere Hiker sind wir alleine im Shuttle, offensichtlich ist der Andrang von hier aus "below Rim" zu gehen recht gering, glauben wir. Doch am Backcountry Office hält der Shuttle noch einmal und jetzt trauen wir unseren Augen kaum. Der große Shuttle füllt sich, lediglich drei oder vier Plätze bleiben unbesetzt.

Hiker im Shuttle

So viele Hiker in dem Hiker-Shuttle haben wir in all den Jahren noch nie erlebt, allerdings haben wir ja sonst auch immer den ersten genommen, wie erwähnt.
Nach einer dreiviertel Stunde verlässt am South Kaibab Trailhead eine Horde von Hikewilligen den Shuttle. Wir möchten noch gerne ein paar Fotos vom Start machen und warten eigentlich darauf, dass alle losgehen, damit wir den Platz für uns allein haben. Das machen wir immer so. Doch diesmal ist es kaum möglich, der letzte zu sein.
Hiker am South Kaibab Trailhead

Der halbe Bus steht noch einmal vor den Restrooms an und jetzt erkennen wir, dass es sich wohl um drei geführte Hiker-Touren handelt, die heute absteigen wollen.
Also werde ich aktiv. Zwei ältere Amerikaner fotografieren sich am Trailhead gegenseitig und nicht ganz ohne Hintergedanken biete ich Ihnen an, sie zusammen zu fotografieren. Die amerikanische Höflichkeit zwingt sie fast schon, uns das selbe anzubieten und so kommen wir auch zum Genuss eines gemeinsamen Fotos ohne das Stativ rauszukramen.

Trailhead
Und jetzt haben wir ein Feuer entfacht. Mehrere andere Hiker erkennen sie Situation und jetzt wird gegenseitig fotografiert was das Zeug hält.
Irgendwann sind wir dann alle soweit durchfotografiert und starten in den Canyon. Es ist, wie bereits erwähnt, sehr kalt und so sind wir im Zwiebel-Look unterwegs, Schicht für Schicht.
Blick ins Tal

Bis jetzt läuft alles prima: Der Rucksack drückt trotz seines Gewichtes nicht allzu sehr. Wichtig, falls wir wirklich zukünftig weiter trekken wollen.
Nach einiger Zeit erreichen wir den bekannten Ooh Ahh Point:


An dieser markanten Stelle ist es dem Downhill-Hiker erstmalig möglich die schier unendlich wirkende Größe und Schönheit des Grand Canyons zu erfassen bzw. sagen wir lieber zu sehen. Denn wirklich Erfassen kann man ihn wohl nie richtig. Und weil so manchem Hiker ein "Ooh" und "Aah" oder auch beides automatisch über die Lippen kommt, hat man für diesen Punkt gleich einen Namen gehabt.

Blick auf das Plateau


Uns kommt auch ein "Ooh Aah" über die Lippen, aber diesmal eher wegen des Windes, der uns ab hier schlagartig für eine ganze Zeit um den Kopf weht. Habe ich mich vor paar Minuten darüber gewundert, dass einige wenige Hiker Wollmützen anhatten, sind wir jetzt froh, dass wir wenigstens unsere Caps haben, die den Wind etwas vom Kopf und von den Ohren abhalten.
4,5 Meilen heißt es insgesamt bis zum Tip Off Point abzusteigen. Das klingt nicht nach sehr viel. Aber es sind über 1100Tiefenmeter, die uns begleiten, und das ganze mit etwa 16-18kg auf dem Rücken ist schon nicht einfach. Zumal es sich nicht um einen glatten, asphaltierten Weg handelt sondern immer wieder um hohe, ausgetretene und ausgewaschene Stufen.

Ausgetreetener Weg
Bei jeder Stufe heißt es, das eigene Gewicht und das der Backpacks abzufedern.
Einem Teil der Busladung begegnen wir immer wieder: Mal überholen einige Hiker uns, dann wieder wir sie usw. So vielen Hiker sind wir auf diesem, ansonsten eher vereinsamten Trail, noch nie begegnet.

Trail kurz vor Cedar Ridge

Bei Cedar Ridge ist die erste Station mit Restrooms. Zum Glück müssen wir nicht davon Gebrauch machen, denn wieder bildet sich eine Schlange davor.

Schlange vor den Restrooms
Wir pausieren jedoch gar nicht und von einigen Fotos mal abgesehen geht es für uns sofort weiter.

Auch am Skeleton Point... 
Schild am Skeleton Point

verzichten wir zugunsten einiger weniger Fotos auf eine ordentlich Rast

Skeleton Point

und wir gehen mal davon aus, dass sich das postwendend rächt. Wir werden jetzt schon müde und sind erschöpft. Wir mögen gar nicht daran denken, was heute und vor allem morgen vor uns liegt.

Unterwegs spricht uns eine patrollierend Rangerin an und erkundigt sich danach, was wir vorhaben. Als wir ihr sagen, dass wir auf Indian Garden nächtigen werden, ist sie zunächst irritiert. Vermutlich glaubt sie, dass wir den falschen Trail genommen haben (statt Bright Angel Trail den jetzigen South Kaibab Trail).  Doch als wir ihr berichten, dass wir über den Tonto Trail nach Indian Garden hiken werden ist sie zufrieden und lässt sogar  etwas Anerkennung durchblicken. Wir haben mit dem Wetter Glück, sagt sie, weil der Tonto-Trail ansonsten aufgrund der üblichen Hitze ein "Horrortrip" ist. Aus eigener Erfahrung können wir das nur betätigen, haben wir ihn doch schon erhikt.


Abstieg zum Tip Off Point

Nach etwa dreieinhalb Stunden Gesamtlaufzeit und einem weiteren steilen Abstieg vom Skeleton Point

Anita auf dem Abstieg zum Tip Off Point

erreichen wir dann Tip Off.
Junction von Tip Off Tonto West

Das ist eine Junction, wo sich der South Kaibab Trail und der Tonto Trail kreuzen, gesplittet nach Tonto East und Tonto West.
Von hier aus könnte man über den South Kaibab Trail noch etwa 2,5Meilen weiter runter gehen bis zur Phantom Ranch, was wir auf unserer ersten Grand Canyon Tour vor über zehn Jahren an Weihnachten gemacht haben.
So traumhaft schön der South Kaibab Trail auch ist, er ist in beiden Richtungen sehr anstrengend. Er ist zwar mit Restrooms gut ausgestattet, bietet jedoch im Gegensatz zum Bright Angel Trail keinerlei Wasser.
Apropos Restrooms. Die nutzen wir kurz nach unserer Ankunft, denn in der Ferne sehen wir die geführten Hikergruppen ankommen und bevor sich wieder Schlangen bilden.
Übrigens Restrooms (obwohl das ja eher ein unschönes Thema ist). Je abgelegener die Trails und einfacher die Restrooms, desto sauberer und gepflegter scheinen sie zu sein. Vielleicht achtet hier jeder mehr drauf.
Wir rasten etwa eine halbe Stunde.
Anita mit Rucksack

Da wir heute aufgrund einer suboptimalen Vorplanung gar kein Frühstück zu uns genommen haben, noch nicht einmal die sonst üblichen drei Kekse, hängen uns die Mägen in den Knien, besonders mir. Vielleicht ist das aber auch ein weiterer Grund, weshalb wir bzw. ich so platt bin.
Ein paar Nüsse und etwas "Powerdrink" sollen uns helfen. Allerdings stelle ich in Frage, wo bei dem Powerdrink die Power herkommen soll. Erstmalig habe ich zu einer neuen Marke gegriffen und jetzt lese ich, dass der Drink keinerlei Kalorien hat....

Wirklich erfreulich sind aber Anitas Füße. Bekanntermaßen hatte sie ja in den letzten Jahren sehr große Schwierigkeiten und Schmerzen bei langen Wanderungen mit Trekking-Rucksäcken bis sie sich dann doch entschlossen hat, sich von ihren alten geliebten Wanderschuhe zu trennen. Das ist ihr schwer gefallen, denn die Schuhe waren trotz der vielen Touren in einem hervorragenden Zustand; nur die Füße nicht mehr. Die hatten sich wohl verändert. Also hat sie quasi das Nachfolgemodell gekauft und siehe da,  sie hat keine Schwierigkeiten. Noch nicht einmal die kleinste Blase scheint sich zu entwickeln.

Nach einer halben Stunde starten wir zu den nächsten 4,4 Meilen. Der Tonto Trail erscheint im Gegensatz zu den "Up-Down-Trails" sehr leicht und eben, verläuft er doch in West-Ost-Richtung immer auf dem mittleren Plateau des Innercanyons.


Anita auf Tonto Trail


Dennoch hat er immer wieder Anstiege und Senken, insbesondere wenn er an den Nasen am Fuße der Berge entlang führt, wo kleine Wasserläufe tiefe Senken eingeschnitten haben.
Hier geht es dann angenehm runter und anschließend gleich wieder hoch.
Der Weg ist eindeutig. Da er kaum frequentiert wird sind einige Passagen etwas enger, so dass wir mit den Stöcken immer wieder mal in den kräftigen und widerspenstigen Büschen hängen bleiben. Da ist es manchmal einfacher, ohne Stöcke zu gehen.
Beide sind wir richtig kaputt und sind dankbar, dass sich die Sonne hinter den Wolken stark zurückhält. Denn was sie "drauf" hat, zeigt sie dann auf dem letzten Drittel, als sie für einige Minuten ungehindert auf den Trail scheinen kann:

Felswand auf dem Tonto Trail


Obwohl es erst Anfang Mai ist und die Temperatur heute mit etwa 18Grad  für die jetzige Jahreszeit ungewöhnlich kühl ist, vermag sie fürchterlich auf der Haut zu brennen. Schatten aufzusuchen ist daher an solchen Tagen erstes Gebot. Doch auf dem Tonto-Trail gibt es keinen. Lediglich an zwei Stellen, an denen sich durch Wasserläufe Furchen gebildet haben, stehen kleine "Oasen", deren dürftig gewachsene Bäume minimalsten Schatten bieten.

Wir fragen uns, wer von uns auf die Idee kam, diesen Trail zu machen. Die Antwort: beide!
Anita schlug vor, im Grand Canyon eine kurze überschaubare Trekkingtour zu machen um zu sehen, ob das derzeit überhaupt geht und ich habe dann den Tonto Trail vorgeschlagen, weil er -trotz aller Anstrengungen- ebenso schön wie einsam ist. Wir überlegen aber jetzt ernsthaft, ob dies unsere letzte Trekkingtour sein wird, so fertig sind wir. Trotz der milden Temperaturen.
Langsam nähern wir uns Indian Garden, wobei man dem GPS nur bedingt trauen darf, wie wir wissen. Anders als Navigationsgeräte mit ausgewiesenem Kartenmaterial zeigt ein übliches GPS-Gerät als Entfernung zwischen zwei Punkten nur die Luftlinie an, oder wie der Amerikaner sagt "like the raven flies". Und das heißt, dass 2 Kilometer Entfernung aufgrund der Windungen des Trails auch drei oder vier Kilometer Laufstrecke sein können.
Schild Indian Garden

Nach 7,5 Stunden erreichen wir Indian Garden und sind damit fast genauso schnell wie beim letzten Mal, auch damals hatten wir einen verregneten und gemäßigten Tag. Im Gegensatz zu unserer ersten Tour: Damals -bei Sonnenschein- haben wir zwei Stunden länger gebraucht.
Jetzt "erstürmen" wir eine Campsite. Während wir sonst immer unsere Präferenzen haben ist jetzt oberstes Gebot: Egal welche, Hauptsache eine Campsite.
Die ersten Aktivitäten sind: Schuhe ausziehen und Wasser holen.
Langsam erholen wir uns wieder und bereiten die weiteren Schritte vor: Zelt auf- und ausbauen und Essen kochen. Wieder haben wir von der Firma Mountain House die üblichen Trekking-Mahlzeiten dabei. Es gibt heute "Rice & Chicken" für Anita und "Sweet and sour Pork with Rice" für mich. Nach wie vor sind wir uns nicht darüber einig, ob das Essen tatsächlich gut schmeckt oder ob es nur die körperliche Anstrengung und Erschöpfung ist, die es uns so gut munden lassen.
Der anschließende heiße Kakao oder Kaffee runden das ganze ab und wir sind glücklich, die Tour gemacht zu haben. Zumindest bisher!
Wir sind nach einiger Zeit sogar wieder so fitt, dass wir für unsere spätere Show einiges an Blödsinn fotografieren und filmen.
Indian Garden mit unserem Zelt
Und dann basteln wir noch an unserem Zelt. Das Zelt, das wir vor einigen Jahren hier gekauft haben, ist aus unserer Sicht weitgehend super: Kompakt, relativ leicht (wenn man es nicht stundenlang auf dem Rücken tragen muss ;-) und besonders leicht aufzubauen.
Aber an den Abspannleinen haben sie gespart: Das Handling ist nicht so gut, insbesondere die Spanner. Also haben wir gestern neue Abspannseile mit neu konzipierten Schnellspannern im General Store gekauft.
"Dass wir die über 9 Meilen mit in den Canyon runter nehmen um sie hier auszutauschen", sagt Anita, "darfst du aber auch niemandem erzählen..." Also gut, behalten wir es für uns ;-)
Übrigens sind die Schnellspanner richtig praktisch, wenn man erst mal weiß, wie sie funktionieren.
Da es sehr windstill ist, spannen wir das Zelt auch gar nicht ab, schließlich werden wir uns gleich reinlegen und dann hat kein Wind eine Chance, das Zelt wegzuwehen.

Soweit wir das können bereiten wir unsere Rucksäcke bereits vor, d.h. Anitas Rucksack. Denn in meinem Rucksack kommt das, was wir jetzt noch draußen haben: Zelt, Schlafsäcke, Unterlegmatten, Kopfkissen usw.

Wir verschwinden im Zelt und kaum danach fängt der Wind an zu brausen. Das ist für uns nichts ungewöhnliches, es liegt wohl an einer bestimmten Thermik: Sobald die Sonne verschwindet tauschen sich Luftschichten aus. Der starke Wind pfeift dann durch Indian Garden, mitunter so laut, dass man sich kaum unterhalten kann. Bei den ersten besuchen hat uns das noch aufgeregt, weil wir glaubten, jetzt passiere ein Unwetter. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt.
06.05.2015:
Um 4 Uhr lassen wir uns wecken und beginnen gleich mit dem Abbau des Zeltes und dem Verstauen des Equipments in den Backpacks. Im Moment ist unsere Campsite die einzige, auf der Leben zu hören ist, wobei wir uns allerdings im höchsten Maße bemühen, möglichst leise zu sein, um die anderen nicht zu stören.
Aber außer einem lauten Schnarchen aus einem der Zelte  hört man noch nichts.
Aber irgendwie haben wir uns mit der Uhrzeit vertan. Obwohl der Sonnenaufgang erst für 5:30Uhr angesagt ist, beginnt das Firmament bereits zu erleuchten. Bei dieser Helligkeit waren wir sonst schon etwa 1,5 Meilen weiter am 3-Mile-Resthouse. Wir können uns gut an die Bilder von uns am 3-Mile-Resthouse erinnern, wo der Himmel gerade erst beginnt leicht zu erleuchten.
Offensichtlich sind wir sonst doch noch eine Stunde früher aufgestanden.
Nach 45 Minuten stehen wir abmarschbereit auf unserer Campsite und starten mit dem Hike.


Mittlerweile ist gut zu erkennen, dass der Himmel sehr bewölkt ist, was den Aufstieg hoffentlich "gnädig stimmt", denn der Bright Angel Trail im knallen Sonnenlicht macht keinen Spaß - nur Qualen.



Die Kondition stimmt ...... leider nicht.  Denn schon nach der Hälfte des ersten Sektion zum 3-Mile-Resthouse haben wir beide die Nase voll. Normalerweise geht gerade dieser Part noch recht einfach, weil der Trail zwar kontinuierlich anteigt, aber über eine längere Strecke sehr gemäßigt.
So stoppen wir immer wieder mal zwischendurch, schimpfen über den Trail und fragen uns, wer uns das eingebrockt hat.
Schimpfend und fluchend wie ein "HB-Männchen" (würde mich interessieren, wer das noch kennt) erreichen wir das 3-Mile-Resthaus. Na ja, ganz so schlimm fluchen wir zwar nicht, aber wir sind doch recht erschöpft. Obwohl wir gefühlt mehr Pausen als sonst eingelegt haben, ist unsere Zeit mit 1Stunde und 10 Minuten nur 10 Minuten länger als sonst, und das, obwohl es ziemlich mild hier unten ist.
Wir treffen hier die ersten Hiker. Während wir sonst oft die Rucksäcke erst gar nicht ablegen und nach einer kurzen Pause weitergehen, haben wir uns diesmal sogar im 3-Mile-Resthouse mal hingesetzt.



Allerdings zieht es hier dermaßen, dass wir uns für die paar Minuten in eine Ecke zwängen müssen, um nicht sofort auszukühlen.

Nach 10 Minuten geht es dann doch weiter.
Auch der zweite Abschnitt vom 3-Mile-Resthouse zum 1,5-Mile-Resthouse gestaltet sich ähnlich: Gehen, stoppen, gehen usw.

Anita ruft einige Meter unter mir: "Ich komme mir vor wie die Oma aus Hengasch" mit Anspielung auf die Serie "Mord mit Aussicht", in der als running Gang mehrmals pro Staffel eine ältere Dame mit ihrem Rolator durchs Bild läuft.

Unser Entschluss, mit dem Trekken aufzuhören, bestätigt sich quasi schrittweise. Und trotz der für uns gefühlten Strapazen erreichen wir dann irgendwann einmal das 1,5-Mile-Resthouse.


Angenehm überrascht bin ich bisher über die Hiker, die uns bisher entgegengekommen sind: Wir haben uns ja schon  mehrmals darüber ausgelassen, dass hier viele unerfahrene Hiker unterwegs sind, die wenig Rücksicht auf andere nehmen: Sie kommen nebeneinander entgegen, rempeln die hochschnaufenden schwerbepackten Trekker fast um, lassen sie nicht vor und gegrüßt wird fast aus Prinzip nicht. Zumindest von vielen nicht.
Doch heute ist das ganz anders. Von wenigen Ausnahmen nehmen die Downhiller Rücksicht, lassen uns den Vortritt und grüßen, zumindest grüßen sie zurück.
Vielleicht steht oben ein Schild: "Caution, Schütts sind auf dem Trail, die schimpfen sonst!".



An 1,5-Mile-Resthouse pausieren wir wieder, zusammen mit einigen wenigen "Uphillern" und mehreren Tageshikern.



Die Runde amüsiert sich köstlich, als mein Handy in der Tasche plötzlich laut mitteilt
"There is a incomming Wattsapp-Massage!".
Mitten in der Wildnis aber Wattsapp ist dabei. Könnte zum Werbeslogan werden !

Wir starten zu den letzten 1,5 Meilen, wobei Anita sarkastisch betont: "Jetzt kommt der Easy Walk", denn der letzte Abschnitt ist mit 345 Höhenmetern auch noch der steilste von den drei Sektionen.

Der Hike läuft wie folgt ab: Ich habe ein schnelleres Schritttempo als Anita, so dass ich immer wieder vorgehe, dann aber in Sichtweite auf sie warte. Während ich immer wieder kurze Pausen mache, läuft sie zwar langsam, aber kontinuierlich durch.
Irgendwann aber stößt sie völlig entrüstet wieder zu mir und beklagt sich, dass Ranger einem ja so ins Gesicht  lügen. "Der hat eben zu mir gesagt `You are looking fresh!, der lügt doch...."  ;-)

Dieser Abschnitt des Trails ist verständlicherweise der überlaufendste.



Auf dem letzten Stück lernen wir Alan kennen, einem 62jährigen Amerikaner. Obwohl er nur ein Jahr in Wien war spricht er fast besser Deutsch als wir Englisch, dennoch unterhalten wir uns, allein schon aus Höflichkeit, vorzugsweise in Englisch.



Die Unterhaltung wirkt sich zwar negativ auf unsere Hike-Zeit aus, aber das ist egal. Ich finde, die Unterhaltung ist für uns alle drei interessant. Wir wissen gar nicht, wie lange wir zusammenstehen, aber gut 20 Minuten oder eher noch länger sind es bestimmt, bis wir uns verabschieden und gegenseitig bestätigen, dass es eine Freude war, einander kennen zu lernen.




Mir fällt auf, dass wir gerade auf diesem Abschnitt schon mehrmals nette und redefreudige Amerikaner kennen gelernt haben. Vielleicht ist unsere Idee von gestern morgen, mit einem mit Verpackungsfolie gefüllten Rucksack am Rim entlang zu spazieren ja tatsächlich gar nicht so schlecht.....

Oben am Rim angekommen machen wir unser obligatorischeres "Give 5", fotografieren ausführlich unser "We did it!" und verabschieden uns von dem Trail nun endgültig Zumindest, darüber sind wir uns einig, werden wir ihn definitiv nicht mehr als Trekking-Trail  nutzen.

Wir rechnen mal kurz, wie oft wir hier schon rausgekommen sind (nur Trekking-Touren, nicht Tagestouren):
1 x South Kaibab Trail - Phantom Ranch - Indian Garden (2003)
2 x RIM2RIM: North Kaibab Trail - Phantom Ranch - Indian Garden (2007)
1 x RIM2RIM2RIM: Bright Angel Trail - North Rim und zurück über Indian Garden (2012)
1 x Hermits Trail - Tonto Trail - Indian Garden (20xx)
3 x South Kaibab Trail - Tonto Trail - Indian Garden (20xx, 2013, 2015)

In den letzten 3 Jahren haben wir jedes Mal Abschied genommen, doch nach unserer gestrigen und heutigen Erfahrung ist es nun endgültig.

Tschüss Bright Angel Trail und danke, dass du uns zwar stets gefordert hast, dich aber auch immer überwinden hast lassen.

Unsere ersten Gedanken gelten Getränke und dann ein Frühstück. Die Frühstückszeit in der Bright Angel Lodge ist in einer halben Stunde  beendet und da uns das zu knapp wird, fahren wir eben aus dem Park raus zum Mc.Donald`s. Zum Glück steht unser Wagen in Sichtweite des Trailheads.  Wir sind immer noch platt und die wenigen Schritte vom Parkplatz zum Mc.Donald's lassen uns wie Quasi Modo laufen. Zumindest fast!
Bei Mc.Donald`s gibt es außer einem guten Frühstück auch noch WiFi und so teilen wir der Heimat mit, dass wir dem Canyon wieder gesund und wohlerhalten (na ja, über das Letztgenannte lässt sich diskutieren) entschlüpft sind.  Anita geht ein leiser aber deutlicher Aufschrei über die Lippen, während sie ihre Mails studiert:
Das Backcountry-Office hat und gratuliert, dass wir eine Permit für die ursprünglich mal für den Herbst geplante RIM2RIM2RIM-Tour erhalten werden. Jene Tour, die wir vor zwei Jahren bereits einmal in neun Tagen absolviert haben und die wir als ganz große Herausforderung noch einmal angehen wollten, wenn der Versuch von gestern und heute erfolgreich verläuft.

Erst glaube ich an einen Scherz von Anita, aber in ihrem Gesicht stehen so viele Ausrufe- und Fragezeichen, dass das kein Scherz sein kann. Kein Scherz: Wir schauen uns eine ganze Zeit völlig sprachlos an, mit wechselnden Mimiken, die sekündlich von Unverständnis über Freude bis hin zu nacktem Entsetzen alles beinhalten.

Wir tendieren zu einem klaren "Nein", aber für eine sofortige Stornierung der Permit können wir uns auch nicht entscheiden.

Wir sind uns einig, dass das noch  genauester Überlegungen in den nächsten Tagen bedarf......

Zurück im Park fahren wir zunächst für den obligatorischen Stempel in Anitas National Park Pass zum Visitor Center und dann befahren wir ein Stück des East Rim Drives, bevor uns einfällt, dass wir nochmal WiFi benötigen um ggf. den Campground im Zion zu stornieren.

Hintergrund: Ursprünglich geplant war, dass wir nach dem Grand Canyon in den Zion N.P. fahren und dort bei Mount Carmel zwei Nächte in der Thunderbird Lodge bleiben. Die haben wir letztes Jahr kennen- und schätzengelernt, ein Zimmer - fast schon AUF dem Golfplatz.
Dann hatte ich den Wunsch geäußert, doch mehr im Zelt zu übernachten als im Motel, weshalb wir alternativ den Campground vom Zion in Betracht gezogen hatten, jedoch in Abhängigkeit davon, dass derzeit keine Raupenplage existiert. Davon hatten wir uns letzte Woche beim Durchfahren ja überzeugt und daher die Thunderbird-Lodge storniert.
Nach der Erfahrung im Monument Valley sahen wir das aber alles anders und haben uns doch wieder umentschieden, aber leider vergessen, den Campground zu stornieren. Zwar kriegt man sowieso kein oder kaum Geld zurück, aber wir empfinden eine Stornierung als fairen Zug, damit andere Camper noch in den Genuss einer Campsite kommen können.
Im Headquarter der Grand Canyons gibt es zu den Geschäftszeiten free WiFi und Anita teilt dem Office per Internet mit, dass jemand anderes die Campsite nutzen kann.

Jetzt geht es wieder zurück auf den Drive, machen noch einige 3D-Fotos und gegen 15Uhr checken wir in der Bright Angel-Lodge ein. Ein Upgrade auf eine Cabin mit View und Fireplace ist leider nicht möglich, weil alles ausgebucht ist und niemand kurzfristig abgesagt hat.

Mit unserer Cabin haben wir aber trotzdem Glück. Zwar schauen wir statt in den Canyon auf unser Auto und einen offenen Kamin haben wir auch nicht, außerdem isst sie kleiner.....usw.


Aber dafür haben wir ein gutes Bett und das ist das, was nach einer solchen Tour zählt.

Der restliche Abend gestaltet sich mit Materialpflege, einschließlich uns selbst. Manchmal ist es gut, wenn typische Gewohnheiten nicht möglich sind. Da unser traditionelles Canyon Cafe renoviert wird sind wir gezwungen auszuweichen und gehen in das Restaurant in der Bright Angel Lodge. Das Kompliment der Waitress, einer von uns beiden würde aber seht gut riechen, schiebe ich nicht auf mein Aftershave sondern eher darauf, dass man uns anmerkt, dass wir nach der zweitägigen Tour endlich wieder Duschen konnten.

Das Essen in dem Restaurant ist nicht nur gut sondern übertrifft bei weitem das übliche Essen in unserem sonst üblichen Cafe. Während Anitas sich schon wieder mit Grünfutter beschäftigt ("Hiker`s Chicken Cesar Salad") kann ich nicht widerstehen, einen Burger individuell zusammenbauen zu lassen. ("Your Burger - like you want").
Kein Essen für Menschen, die sich mit Entscheidungen schwer tun. Aber mir macht es Spaß auszuwählen aus
Art des Hamburger-Brötchens
Welches Fleisch
Welcher Käse (natürlich Bluecheese!!!)
Welche Hamburger-Sauce
welches Topping
und die Beilage

Wir haben nur einen Fehler gemacht: Die Preise erschienen uns für ein solches Restaurant ungewöhnlich niedrig, weshalb wir falsche Schlüsse auf die Portionen gezogen haben und daher haben wir auch eine Suppe vorweggenommen. Aber die alleine hätte schon fast gereicht und in Kombination mit dem wirklich üppigen Hamburger bzw. dem Salat kam uns die Frage der Bedienung nach einem Nachtisch fast wie ein Witz vor.
Nun, wir gehen davon aus, dass das Canyon Cafe ´zwei regelmäßige Gäste weniger und das Bright Angel Lodge Restaurant dafür zwei mehr hat.

Und so geht es mit vollen Mägen schnell ins Bett, zumal der Sonnenuntergang auch heute aufgrund der vielen Wolken -zumindest für uns- ausfällt.




Gute Nacht !


 
7.5.2015:
Noch vor 6 Uhr erwachen wir und beschließen, auf den Sonnenaufgang zu verzichten. Gerne hätte ich eine Zeitrafferaufnahme von der aufgehenden Sonne gemacht, wie sich ihre Strahlen langsam in den Canyon ergießen.
Doch bei wenigen Graden über null verzichte ich zugunsten einer warmen Cabin auf diesen Anblick, ist er auch noch zu reizvoll.
Keine Wolke ist am Himmel und wir danken, dass wir gestern in den wohlwollenden Genuss eines Wolkenfeldes gekommen sind, insbesondere vorgestern auf dem Tonto Trail.
Kurz nach 7 Uhr sind wir beim Frühstück im bereits erwähnten Restaurant der Bright Angel Lodge. Im Gegensatz zu gestern müssen wir auch nicht lange warten sondern man weist uns sofort einen Platz zu.
So schick das Restaurant und so gut das Frühstück: Die Freundlichkeit des Personals lässt im Gegensatz zu gestern Abend eher zu wünschen übrig.
Wir verlassen den Park über den Ost-Eingang und finden noch Gelegenheit für ein paar Fotos.



Bald schon sind wir unterwegs in Richtung Zion.
Wir benutzen seit längerer Zeit erstmalig wieder die 89, von der  im letzten Jahr (oder war es schon das Jahr zuvor?) nach einer Flashflood ein großes Stück wegbrach. Seither musste man eine alternative Route nutzen.
Die Stelle, aus der die Straße wegrutschte, ist gut zu erkennen: Diese Passage ist frisch geteert und die Leitplanken sind nagelneu.
durch Kanab fahrend erkennen wir, dass unser altes Treasure Trail Motel nicht mehr existiert. Hier haben wir in den letzten 20 Jahren oft genächtigt, auch damals mit Marco nach unserer "Wet Wild West-Tour". Wir können uns noch sehr gut daran erinnern, wie wir drei damals noch vor der Tür über unsere Tour geredet haben und unsere Erlebnisse noch einmal an uns vorüber gezogen sind. Es war ein klassisches einstöckiges Motel, bei dem man mit dem Auto fast bis ans Bett fahren konnte, geschmückt mit einer klassischen Neon-Illumination.
Jetzt steht da ein neuer mehrstöckiger Motel-Komplex, noch im Rohbau. Schade !
Am späten Mittag erreichen wir dann wenige Meilen später Mount Carmel und unsere Thunderbird-Lodge. Das Wetter ist eine Katastrophe: Dicke Wolken warten quasi darauf, sich über uns zu ergießen, sobald wir das Auto verlassen wollen. Schnell verschwinden wir in der Lodge und erhaschen auf Nachfrage dann auch noch eins der Zimmer, die uns letztes Jahr so gut gefallen haben. Der Anbau ragt schon fast in den Golfplatz und die Zimmer sind originell, weil nicht rechteckig, geschnitten.
Nach der inneren "Zimmerabnahme" geht es gleich los in den Zion. Noch hält sich der Regen soweit zurück, dass wir sogar  noch offen fahren können. Die nette Rangerin am Eingang des Parks kniept uns mit einem Blick nach oben in die Wolken mit einem Auge zu  und ich beruhige sie, dass wir das Dach gleich zumachen werden. Denn wenige Minuten später ist es dann auch so weit: Es regnet, aber die Wolkendecke scheint statt weniger zu werden noch zuzulegen.
Wir stellen uns gerade vor, wie wir jetzt eigentlich, wie zwischenzeitlich geplant, auf dem Campground unser Zelt aufbauen, gemütlich wie in der Marlboro-Reklame am Lagerfeuer sitzend unser Steak grillen und dann irgendwann einmal wenn es etwas kühler wird, in die warmen Schlafsäcke sinken würden.
Die Realität sähe freilich anders aus: Das von Indian Garden  noch etwas feuchte Zelt würden wir im Eiltempo aufbauen, stets bemüht, jeglichen Regen draußen zu lassen und die Schlafsäcke würden wir erst später auspacken, in der Hoffnung, dass es dann nicht mehr regnet und wir dann nicht noch mehr Feuchtigkeit mit reinbringen.
Statt gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen fahren wir durch den Park um uns im Gebläse der Autoheizung zu trocknen und bestenfalls auszuwärmen. Und statt des gegrillten Steaks gäbe es ein Stück Käse und ein  Brötchen von der Tanke.
Also, alles richtig gemacht.
Denn wir fahren dann irgendwann zurück ins Motel und machen es uns in dem wirklich schönen Zimmer mit Internet, riesigem TV und einem schönen Bad richtig gemütlich.




 
 
08.05.2015:
Manchmal tun wir so als hätten wir Urlaub. Zum Beispiel heute:
Wir stehen erst um 6:30Uhr auf, machen uns ausgehfertig und gehen im gegenüberliegenden "Golden Hill" zum Frühstück. Heute ist nicht die Bedienung da, die wir seit vielen Jahren kennen, sondern "Penny". Sie heißt zwar nicht wirklich so, hat aber nach Ansicht von Anita mit der "Penny" aus "The Big Bang Theorie" eine gewisse Ähnlichkeit.
Am Ende des Frühstücks stelle ich zusammengefasst fest, dass ich vorläufig keine Eier mehr mag. Penny hat sich nicht aufgeschrieben, dass Anita die Eier "Scrambled" möchte und hat nun beide Frühstücke als "Sunny Side Up" serviert, was Anita nicht runterbekommt.
Also reklamieren wir das ausnahmsweise mit dem Resultat, dass ich nun -als kleine Entschuldigung- Anitas "Sunny Side Up" noch obendrauf bekomme.




Mein nächstes Frühstück wird sein: "All but without eggs".

Auch beim Bezahlen hat Penny gewisse Schwierigkeiten. Statt der tatsächlichen $21 wollen wir mit Tip $26 zahlen, geben $30 und bitten um $4 zurück.
Stattdessen nimmt sie nur $25 und will dann darauf auch noch den Betrag, den die Kasse als Rückgeld auszeichnet, rausgeben.
Wär ein gutes Geschäft für uns gewesen.
Wir gehen mit ihr nochmal alles durch. Sie freut sich nun über das Trinkgeld und entschuldigt sich für ihr Durcheinander.
Na ja, wer weiß schon, wo sie mit ihren Gedanken heute ist und weshalb.

Habe ich schon erwähnt, dass das Wetter schlecht ist?
Noch immer!



Das ist Fluch und Segen zugleich: Fluch deshalb, weil wir dann nicht wandern können und Segen, weil wir dann nicht wandern brauchen ;-)

Im Ernst, wir hatten zwar geplant, etwas zu wandern, sind aber nicht wirklich böse darüber, dass uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Stattdessen gehen wir einer unserer beiden Lieblingsbeschäftigungen im Zion nach: Mit dem Shuttle fahren. Im Gegensatz zu sonst steigen wir aber an ganz vielen Stationen aus und machen ein paar Aufnahmen. Bald schon wird daraus als ein kleines Vorprogramm ein Bericht über "Unser Zion" o.ä.

Aber der Regen lässt nicht nach; im Gegensatz zu unserer Lust. Und daher beschließen wir, nach Hurricane zu fahren um hier schon mal unsere Einkäufe für Death Valley vorzuziehen.
Und so geschieht es: In Hurricane kaufen wir u.a. ein kleines Picknick für heute Abend ein bevor es dann durch den Zion wieder zurück nach Mount Carmel geht.
Und nur 100 Meter von unserem Motel passiert uns fast ein Unfall. Wir fahren auf die Junction zu, ein Wohnmobil kommt uns entgegen und ein dahinter fahrender SUV schert trotz durchgezogener Linie zum Überholen aus. Anita und der verrückte Fahrer des SUV weichen im letzten Moment gerade noch aus um einen fatalen Zusammenstoß zu vermeiden. Wow, da hätte nicht viel gefehlt.

Nachdem sich das Adrenalin wieder etwas gesenkt hat, durchstöbern wir noch ergebnislos den Giftshop in der Lodge bevor wir uns dann ins Zimmer verziehen.

Gerne hätte ich von hier aus noch ein paar Zeitrafferaufnahmen des Wolkenspiels erstellt. Doch der ganze Himmel ist eine durchgehende Wolkendecke, ohne dass sich einzelne Wolkenformationen abzeichnen. Dann eben ein anderes Mal. Übrigens habe ich genau vor einem Jahr erstmalig versucht solche Aufnahmen zu machen. Ich erinnere mich genau, dass mir das damals nicht gelungen ist, weil wir in den ganzen drei Wochen keine einzige Wolke gesehen haben, wirklich !

Übrigens, als Picknick gibt es für uns....Salat.

Gute Nacht !
 
09.05.2015:
Heute kommt wieder ein Fahrtag auf uns zu, und voraussichtlich ein recht zügiger: Denn beim Öffnen der Vorhänge sehen wir annähernd das gleiche Bild wie gestern: Wolken !
Und arg kalt ist es zudem.



Um 7Uhr checken wir aus und fahren über Las Vegas nach Death Valley. Beim Mc.Donald`s in Hurricane gibt es ein kleines Frühstück.
Zwar fahren wir über den Strip  in Las Vegas, aber entgeegen unserer üblichen Angewohnheoit halten wir nicht am Storage. Weil wir alles gut verstaut haben (Anita ist diesbezüglich unsere große und ambitionierte "Hin- und Herpackerin") und uns von vorneherein auf das Wesentliche beschränkt haben ist ungewöhnlich viel Platz  im Kofferraum, so dass wir es uns leisten können, auch noch die nächsten zwei-drei Tage mit allem Gepäck rumzufahren.
In Pahrump machen wir dann nochmals einen kurzen Halt bevor es dann endgültig in die Wüste geht.
Seit Pahrump ist die Wolkendecke ziemlich löcherich und die durchkommende Sonne brennt sogar etwas auf der Haut. Aber richtig warm ist es immer noch nicht.



Erst auf der Straße zum Death Valley öffnen wir daher das Dach und von nun an wird es endlich wieder warm und gemütlich.
Bei Furnace Creek halten wir am Visitor Center um unsere Plakette abzuholen, aus der ersichtlich ist, dass wir den Eintritt entrichtet haben.
Die Tankstelle bei Furnace Creek zeigt sich im neuen Design. Obwohl die Spritpreise im Südwesten seit unseren letzten Besuchen gefallen sind und bei unter $3 pro Gallone liegen verlangt diese Tankstelle noch über $5.
Gegen 15Uhr checken wir in Stovepipe Wells ein. Auffallend ist, dass wir an der Rezeption kein einziges bekaanntes Gesicht treffen.
Unserem Wunsch nach einem Zimmer im "Roadrunner-Block" wird nachgekommen und ein Zimmer mit "Dune View" hatten wir sowieso vorreserviert.
Ungewöhnlich auch, dass man unserer Bitte nach einer zweiten Karte für das Zimmer nicht nachkommt mit dem Hinweis, dass sei ddie einzige Karte, die man hat. Viele Fragenzeichen tauchen in unseren Gesichtern auf. In der Tat, scheinen die Codekarten nicht jeweils neu programmiert zu werden, sondern auf unserer Codekarte steht bereits die Zimmernummer. Sehr ungewöhnlich.
Erfreut sind wir über das offensichtlich frisch renovoierte Zimmer. Neue Türen und Türzargen, die die Tierwelt vermutlich besser draußen hält als bisher und die Nasszellen sind völlig neu: In Naturstein  und ohne große Stufe zum Betretenen, und alles sehr sauber.
Nach einer kurzen Zimmerabnahme geht es dann schon bald los ins etwa 30 Meilen entfernte Panamint zum Abendessen.
Während Anitas Bestellungen meist von Tag zu Tag wechseln bleibe ich beim Althergebrachten: Bluecheese-Burger.



Und sollten wir, was sehr wahrscheinlich ist, morgen und übermorgen wieder hier vorbeikommen, wird es für mich mit hoher Wahrscheinlichkeit  wieder jeweils ein Bluecheese-Burger sein.
Die Bedienung ist wohl neu und sehr freundlich,  der Burger lecker wie erwartet und bald schon geht es zurück in Richtung Stovepipe Wells. An den Mesquite Sand Dunes, die gerade mal 3 Meilen von Stovepipe Wells entfernt sind, erleben wir den Sonnenuntergang. Der gestaltet sich besonders schön, weil der Himmel -für Death Valley eher ungewöhnlich- nach wie vor ziemlich bewölkt ist.
Nach dieser Einlage setzen wir uns noch eine ganze Zeit an den Pool....aber ohne ins Wasser zu gehen. Denn der Wind ist recht frisch und von der bulligen Wärme, die hier sonst sogar in der Nacht herrscht, ist nichts zu spüren.
gegen 10Uhr verschwinden wir dann in den Betten. Übrigens, auch das scheint zu unserer Freude, neu zu sein. Es ist  nicht durchgelegen und relativ hart, sehr angenehm.
 
10. + 11.5.2015:
Die beiden Tage laufen sehr ähnlich ab. Gegen 8Uhr fahren wir "vom Hof", cruisen quer durchs Death Valley, machen hier und da wieder Fotos und Clips für die spätere Show, machen einen Pool-Stop am Motel (diesmal gehen wir auch ins Wasser), fahren zum Abendessen nach Panamint, wieder zurück zu den Dünen, wieder an den Pool usw. Und so vergehen die zwei Tage wie im Fluge.
Einige Besonderheiten, die es zu erwähnen gilt:

1.) Am ersten Tag spiele ich für eine Aufnahme einen Stunt, in dem ich mich von einer Düne runterrollen lasse. Leider bin ich falsch aufgekommen, seither schmerzt die Rippe.



2.) Am zweiten Tag, wir waren gerade von Badwater zurück und nach Beatty gefahren, fällt auf, dass ich meine Kamera in Furnace Creek (etwa eine knappe Stunde entfernt) stehen gelassen habe. Also wieder zurück nach Furnace Creek. Das Glück, zurückgeleassene Fotoapparate stets zurückzubekommen, bleibt mir zum vierten Male in über 20 Jahren hold: Ein ehrlicher Finder (ihm ein sehr herzliches Danke, leider kenne ich ihn  nicht!) hat sie an der Registration abgegeben.

3.) Am zweiten Abend wurden wir in Panamint von einer alten Bekannten bedient. Im Gegensatz zu sonst war sie sehr reserviert, hat kein Getränk nachgeschenkt und war so kurz angebunden, dass wir kurz davor standen, Panamint den Rücken zu kehren.
Das haben wir nach langer Überlegung und dem Gedanken an einen Bluecheese-Burger  dann doch nicht gemacht.
Wieder wurden wir von der Serviererin  des Vortages bedient und diesmal lief alles, von A bis Z, optimal. Da hat das Restaurant und mein Magen noch einmal Glück gehabt.

4.) An allen drei Tagen kamen wir am Emigrant Campground vorbei. Das ist ein etwas unschöner, weil sehr einfacher Campground, direkt neben der 190. Jedesmal fiel uns ein Wagen mit geöffneten Türen auf, in dem jemand saß. Am ersten Tag haben wir ihn kaum registriert. Am zweiten Tag steuerten wir den Campgound an, weil wir dort unser Zelt trocknen wollten und wieder stießen wir auf den erwähnten Wagen. Wir erstarrten zu Steinsäulen, weil wir im ersten Moment glaubten, der Mann lege leblos in seinem Wagen. Erst als wir auf ihn zugingen bewegte er sich und grüßte freundlich. Auch am letzten Tag sahen wir ihn wieder und wir wissen  leider überhaupt nicht, was er dort macht. Wir haben  schon mal an eine Fahrzeugzählung gedacht, sind uns aber völlig unsicher.

5.) Die Tage zeichneten sich dadurch aus, dass wir auch unser Equipment gepflegt haben, insbesondere das Trekking-Equipment...........:-)

So, und nun "Gute Nacht", denn morgen geht es schon zurück nach Vegas!
 
12.05.2015:
Noch vor 8Uhr checken wir aus und fahren Richtung Pahrump entgegen aller sonstiger Gewohnheiten verlassen wir Death Valley nicht über Badwater sondern über Beatty. Hintergrund ist, dass wir die gestrigen Aufnahmen aus der Geisterstadt Rhyoloite aufgrund der übergangsweise verlustigen Kamera auf heute verschieben mussten. Aber auf diese Aufnahmen verzichten wir nun spontan zugunsten von alternativen Aufnahmen* am Eingangsschild.

*Vermutlich wundern sich viele Leser, die uns nicht so genau kennen, über die vielen Fotoaufnahmen, die wir hier und da machen. Wer uns hingegen kennt bzw. bei uns schon "Dia-Shows" gesehen hat, weiß ngenau, weshlab diese Aufnahmen immer wieder notwendig sind....

In Pahrump nehmen wir dann wieder Tradition auf, in dem wir zum KFC und Walmart fahren. Beim Letztgenannten kaufen wir schon mal Utensilien für den nächsten Urlaaub und insbesondere die geplante Trekking-Tour  ein ;-)

Unser erster Gang in Vegas führt mal wieder in den Storage, um dort nun endgültigen Balast, den wir für die restlichen Tagen nicht mehr benötigen abzuladen, und jene Sachen, die wir für den Rückflug brauchen aufzuladen.
Routinee macht sich bezahlt und nach kurzer Zeit verlassen wir ihn wieder um im Platinum einzuchecken.
Nach dem Herbsturlaub 2014 ist das nun das zweite Mal, das wir hier logieren. Ohne unser anderes Hotel, das Tahiti, abzuwerten, hat uns das Platinum gut gefallen, auch wenn die Suite etwas kleiner ist. Dafür hat es einen Blick auf den Strip, wenn man diese Optionen bucht.
Der Empfang ist wieder sehr freundlich und während wir einchecken wird unser Gepäck bereits nach oben gebracht.
Wir bitten wegen des Blicks um eine Suite in den oberen Etagen und man bietet uns lediglich die 6. Etage an. Erst als wir das bedauern und darauf hinweisen, dass wir beim letzten Mal sehr weit oben wohnten und richtig angetan waren, gibt es plötzlich ein Zimmer auf der 12. Etage. Na also, geht doch.
Das Gepäck trifft mit uns oben ein und der Mitarbeiter erläutert uns ausführlich die Technik des Raumes, auch wenn wir sie schon kennen.
Über die Höhe des Trinkgeldes sind wir uns unsicher, aber mit $10 für alles Gepäck sind wir wohl im üblichen Rahmen. Dabei haben wir aus dem letzten Jahr gelernt:  Beim letzten Mal waren alle Utensilien im Auto vestreut und es dauerte etwas, bis wir alles auf den Wagen des Mitarbeiters beladen hatten. Diesmal ist alles in wenigen, wenn auch prallgefüllten Taschen.
Jetzt stellt sich die Frage, weshalb wir nun so viel Klamotten und Taschen auf das Zimmer bringen  lassen müssen, obwohl wir hin nur mit Handgepäck gereist sind und unterwegs kaum etwas gekauft haben. Das hat viele Gründe: Alle Anziehsachen, die wir auf dder Tour genutzt haben, werden oben im Zimmer gewaschen und dann gleich für die nächste Tour schrankfertig bzw. storagefertig gemacht. Einiges Foto-Equipment bedarf noch der Pflege, bevor es in den Storage gelangt oder wieder mit zurückgenommen wird. Die restlichen Getränke, die übrig sind, bedürfen der Entsorgung durch uns beide. Und dann gibt es noch eoin paar Becher usw., die mal schnell durch die Spülmaschine gejagt werden.
Aber im Gegensatz zu früher geht das alles recht schnell und unkompliziert, seit wir Zimmer mit Wasch- und Spülmaschine haben. In der ersten Jahren mussten wir paar Stunden im Waschsalon verbringen. Jetzt laufen die Maschinen während wir am Pool liegen oder unterwegs sind.

Meine Aufgabe ist es, wie immer, unsere Koffer zu packen. Das reduziert sich üblicherweise auf eine kleine Tasche, die wir aufgeben werden, und die wir auf dem Hinweg als Handgepäck genutzt haben.  Also verschwindend klein.
Und so kommt bei mir schnell Langeweile auf, denn die Tasche ist in ein paar Minuten schon fertig gepackt. Die Zeiten, als wir in  den USA  dem üblichen Kaufrausch vieler Touristen erlegen sind, liegen schon über 10 Jahre hinter uns.
Jetzt reduziert sich das Shoppen auf wenige Mitbringsel und originelle Ausstattungsteile für unsere "Diaabende".

Kurz danach geht es über den Strip, wo wir feststellen müssen, dass Anitas Vorhersage aus dem letzten Jahr zur Realität geworden ist. Das Reviera, wieder eines der traditionsreichen Hotels, hat vor wenigen Tagen für immer seine Pforten geschlossen.



Es geht nun zum Abendessen, nach längerer Abstinenz mal wieder zum IHOP (International House Of Pancakes). Man mag es kaum glauben: Auch hier gibt es Bluecheeseburger, den ich allerdings für ein Bluecheese-Steak vernachlässige.
Anita macht sich über einen Mushroos-Spinachi-Swiss-Hamburger her.

Von hier aus geht es nochmal den Strip rauf und runter




bevor wir dann wieder im Hotel landen und auf dem Balkon gemütlich den Abend ausklingen lassen.



 

 
13.05.2015
Da wir mit annähernd sämtlichen Umpackaktionen bereits fertig sind und damit wir vor Langeweile nicht umkommen geht es noch einmal in die Natur und zwar wieder ins Valley of Fire. Nach einem kurzen Frühstück beim Mc.Donald`s machen wir uns aber zunächst noch in Vegas auf die Suche nach ehemaligen Moviesets. Diesmal ist es der Film: "Die schrillen Vier in Las Vegas (alternativ Viva Las Vegas – Hoppla wir kommen)
Ein ganz netter Film, insbesondere für Freunde von Vegas.
Wir suchen das Movie-Set, an dem Clark Griswold im Film nach vielen Jahren Ehe noch einmal seine Ellen heiratet am nördlichen Ende des Strips. Es ist die "Chapel of the Bells".




Die direkt daran anschließende Schlusssequenz, in der die ganze Familie Griswold mit ihren vier in den Casinos gewonnenen Autos vom Platz fahren, ist ein und derselbe Platz.




Nach der erfolgreichen Suche starten wir nun ins Valley Of Fire. Im Visitor Center erwerben wir noch einen Ausrüstungsgegensstand für einen unserer Dia-Abende bevor wir dann bis zu den White Domes fahren um auch hier gezielt nach einem Kamerstandpunkt zu suchen.
Hier auf dem Platz enstanden zentrale Aufnahmen für den 1966 produzierten Film "Die gefürchteten Vier", u.a. mit Burt Lancaster, Lee Marvin und Claudia Cardinale.
Wo heute ein Parkplatz für den Trailhead ist war damals eine  kleine Siedlung aufgebaut. Wir suchen nun genau die Stelle, wo einst Lee Marvin und Burt Lancester das Treiben in der Siedlung beobachtet haben. Und sofort nimmt Anita genau diese Possition ein.



Also schon wieder ein Volltreffer auf der Suche nach den Movie-Sets. Doch heute beobachtet Anita nicht das Treiben irgendwelcher Halunken sondern Touristen, ungewöhnlich viele. Wir kennen Zeiten, in denen wir mutterseelenallein auf dem Parkplatz waren, und jetzt kommt auch noch eine Busladung Deutscher, die genau dort hin geführt werden, wie wir eigentlich vor hatten, weitere Aufnahmen zu machen.
Ein weiteres Movie-Set ist nämlich fast in Sichtweite: Startet man am Trailhead stößt man nach etwa 100 bis 200 Metern auf eine alte Wand. Diese ist ebenfalls in dem erwähnten Film zu sehen. Und folgt man dem Trail weiter so gelangt man automatisch durch einen kleinen engen Canyon, durch den damals die Guten und die Bösen ritten.
Wir haben diese Szenen, wie immer, zuhause akribisch aufgenommen und auf das Tablet überespielt, um somit die Drehorte exakt bestimmen zu können.
Für ein Filmfreak, wir wir es sind, ein absolutes Muss. Für andere ist das völliger und unsinniger Blödsinn.
Aber heute lassen wir diesen Teil aus, denn der Ansturm ist zu groß und wir brauchen schon immer etwas Ruhe, um die Drehorte genau zu lokalisieren.
Gegen 12Uhr geht es dann zurück nach Vegas mit einigen Abstechern: Zuerst fahren wir beim REI vorbei, einem Outdoorausstatter. Doch hier gibt es nichts, was uns ins Auge springt und ruft "Nehmt mich mit".
Die Loop geht weiter: Mittagessen bei Denny`s, dann Shopping-Runde bei Office Max, Walmart und 99c-Shop. Die Ausbeute ist gering bzw. teilweise gleich null. Auch das Ergebnis der anschließenden Runde im Outlet war eher gering.
Wir drehen noch einmal unsere typische Runde über den Strip und münden dann im Hotel. Zwar hätten wir Lust an den Pool zu gehen, doch es wird merklich kühl und so verbringen wir den Abend bei einer schönen Tasse Kaffee wieder einmal auf dem Balkon.
Ach ja, und für unser Dia-Projekt "Stars On 45" brauchen wir auch noch ein paar Szenen, die wir hier gut drehen können.

Und dann geht es doch endlich mal ins Bett. Von hier aus können wir gut die Millionen Lichter auf dem Strip beobachten, der wohl niemals zur Ruhe kommt...

 
14.05.2015:
Der letzte komplette Tag bricht an. Um 8Uhr Uhr verlassen wir das Hotel und machen uns auf den Weg zum Strip für ein paar weitere Aufnahmen.
Unter anderem landen wir im Hersheys Laden, der sehr bekannten amerikanischen Schokolade, wo wir als Mitbringsel eine Schokolade mit individueller Verpackung erstehen. Haben uns ein bisschen von der netten Dame überreden lassen und verlassen kurz darauf mit der wohl teuersten Schokolade, die wir je gekauft haben, den Laden.
Der Clou ist allerdings, dass das individuelle Cover -unser Einverständnis vorausgesetzt, nach einiger Zeit draußen auf dem riesigen Display zu sehen ist:




Beim Starbucks setzen wir uns hin und warten darauf, dass das Display unsere Schokolade zeigt.
Übrigens mussten wir unseren typischen Starbucks wechseln, denn die Fashion Show Mall wird umgebaut. Die großen Werbdisplays, die 2003 installiert und zwei Jahre später schon nicht mehr richtig funktionierten, verschwinden und die Promenade wird -so sieht es aus- überdacht. Vermutlich um eine weitere Verkaufs- oder Gastronomietage zu verwirklichen.
Und so ist unser alter Starbuck derzeit in einer großen Baustelle.
Übrigens scheint Vegas die Außengatronomie zu entdecken. Vor 20 Jahren gab es hier m.W. kein oer zumindest kaum ein  Restaurant mit Außengastronomie. Und jetzt sprießen sie förmlich aus dem Boden.
Weiter geht es nach einiger Zeit zum Mc.Donaald`s zum Frühstück bzw. Mittagessen, wie man es nennen will.
Noch ein Besuch bei Walmart für die letzten Getränke für heute, den Strip noch rauf und runter und irgendwann landen wir wieder im Hotel. Mittlerweile löst sich langsam die dicke Wolkendecke, die am Morgen sogar für etwas Regen gesorgt hat, auf und lässt die Sonne brennen. Jetzt endlich ist für uns auch mal der Pool angesagt, der uns nach wie vor im Platinum sehr gut gefällt. Nett gelegen auf der fünften Etage des Hotels und in der Regel ist sehr wenig los.
Doch nach einer Stunde reicht es uns schon wieder. Oben im Zimmer wird es uns zu langweilig und wir beschließen, doch noch mal (eigentlich nicht unbedingt nötig) zum Storage zu fahren um die vorletzten Utensilien zu verstauen, noch mal den Strip hoch und ruinter (ist immer noch ein Erlebnis, egal ob zu Fuß oder mit dem Auto), nochmal zum Abendsnack zum Mc. Donald`s und dann zurück ins Zimmer. Auf dem Balkon gibt es dann noch einen schnellen Cafe, denn es ist merklich kalt geworden.

Und dann geht es ins Bett, gute Nacht !
15.05.2015:
Wir kommen jetzt zum Ende des Urlaubes und damit auch (endlich) zum Ende des Berichtes.
Im Moment sitzen wir -typischerweise wieder viel zu früh-  im Terminal 3 des Flughafens von Las Vegas und warten auf das Boarding. Doch der Reihe nach:
Die Wecker gingen um 6 Uhr. Ursprünglich hatten wir überlegt, um rechtzeitig unseren Flug um 14:30Uhr zu erreichen, um 11 Uhr im Hotel auszuchecken, haben es dann auf 10 Uhr vorverlegt und checken dann tatsächlich um 9Uhr aus. Knappe Zeit kostet nur Nerven und die haben wir im Urlaub nicht dafür gestärkt um sie am Abflugtag wieder dünner werden zu lassen.
Das Online-Check Inn konnten wir mangels Drucker nicht machen und die Boardkarten auf die Smartphones zu spielen, so wie die Vielflieger, das trauen wir uns im Moment noch nicht. Frage: Was passiert, wenn der Akku plötzlich leer ist usw.
Wir verabschiedeten uns sehr kurz vom Storage, indem wir die letzten Anziehsachen, die Anita gestern Abend noch gewaschen hat, noch verstaut haben. In gut drei Monaten werden das dann unsere erste Anziehsachen sein. Man sieht, hier ist alles durchorganisiert. Zumindest meistens.
Danach trennen wir uns (fast schon etwas tränenreich) von unserem Camaro, der uns auf etwa 2.500 Meilen gute und zuverlässige Dienste erbracht hat.
Der Shuttle brachte uns dann zügig zum Flughafen und zu unserem Erstaunen konnten wir sofort einchecken. Das war insofern überraschend, da man in den letzten Jahren nur noch am Terminal einchecken konnte und das erst zwei Stunden vor Abflug. Aber nun ging alles schnell, freundlich und reibungslos.
Die nächste *Überraschung ereilte uns dann eben bei der Sicherheitskontrolle. Entgegen sonstiger Kontrollen mussten wir nun erstmalig alle Sachen in den Jacken usw. verstauen. Also kein Netbook o.ä. raus aufs Band legen, ebenso nicht die durchsichtigen Beutel mit den Flüssigkeiten und die Schuhe sollte man anbehalten.
Man wurde extra auf diese Besonderheiten hingewiesen. Ob hier neue Maschinen oder Prozedere ausprobiert wurden wissen wir nicht.

Und nun sitzen wir hier rum und soeben landet unsere Maschine, die uns in zwei Stunden zurückbringen soll. Wenn ich mich nicht mehr melde, ist alles gut gegangen und wir sind gut gelandet.
Ein guter Moment also, ein Fazit über unsere Reise zu ziehen:
Wiedereinmal sehe ich -und ich denke auch Anita- auf drei ebenso ereignisreiche wie schöne und harmonische Wochen zurück. Wir hatten ganz ganz viel Glück und nur ganz ganz wenig Pech.
Pech hatten wir vielleicht mit dem Wetter. Im letzten Jahr hatte ich erstmals versucht, Zeitrafferaufnahmen von vorbeiziehenden Wolken zu machen. Damals -genau vor einem Jahr- fanden wir in den drei Wochen keine einzige Wolke, die wir hätten aufnehmen können. Diesmal war der Himmel voll davon und es hat sogar -für unsere Verhältnisse- viel geregnet: Einen ganzen Tag im Zion, eine Stunde in Vegas und hin und wieder ein paar Minuten unterwegs. Deutlich kühler als sonst war es ebenfalls, eigentlich sogar mitunter richtig kalt.
Doch manchmal liegen Glück und Pech dicht beieinander, denn auf unserer Trekkingtour waren wir über das Wetter glücklich: Kein Regen aber einige schützende Wolken.
Glück hatten wir auch mit dem Rim Rock Inn, das wir garantiert nicht nur wegen des Bluecheeseburgers im Restaurant aufsuchen werden.

Pech hingegen hatten wir mit dem Glücksspiel in Vegas. Zwar haben wir nur ein paar Dollar gesetzt aber die einarmigen Banditen machten ihrem Namen alle Ehre. Und auch eben hier im Terminal ist mir beim schnellen Vorbeigehen nicht der "Alibaba" geglückt. (Anspielung auf den Jackpot in dem Film "Ocean`s 13")


Aber unser Wagen war dafür wieder ein Glücksfall, so haben wir diesmal genau unser Wunschmodell erhalten, und das ohne das ansonsten übliche teure Upgrade.
Ein Glücksfall war auch das neu entdeckte Restaurant am Grand Canyon, das wir bestimmt nicht aufgesucht hätten, wenn unser üblichees Cafe nicht geschlossen wäre.
Das größte Glück war und ist aber, dass ich mit Anita drei phantastische, harmonische und abwechslungsreiche Wochen erleben durfte.
Das musste einfach gesagt werden.

Jetzt hoffen wir noch auf einen guten Rückflug. Wir haben mal versuchsweise eine etwas bessere Klasse gebucht und hoffen, dass wir Plätze mit ähnlich guter Beinfreiheit vorfinden wie auf dem Hinflug.
Falls nicht, melden wir uns noch.

Und nochmals zur Erinnernung. Das mit den "Stars" ist wirklich nicht ernst gemeint, aber irgendwann für jeden verständlich, wenn er unsere Dia-Schau sieht.....

So, und nun vielen Dank denjenigen, die uns über den Reisebericht durch die drei Wochen begleitet haben!